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Hören & Staunen Klingende Kunstaustellung in St. Johannis Würzburg

"Klangspiele" heißt eine Ausstellung mit Bildern und Werken von Menschen mit Behinderung. Ab Dezember ist sie in der Kapelle der Würzburger Kirche St. Johannis zu sehen ist. Das Besondere: Zur Austellung wurden jede Menge Klangspenden gesammelt.

Von: Matthias Hartmann

Stand: 29.11.2016

Die Austellung zeigt Bilder und Objekte von Menschen mit Behinderung aus der Region. Genauer gesagt handelt es sich um Werke von Mitgliedern der Kunstwerkstatt "Alte Waschküch´", der Theaterwerkstatt des St. Josefs Stifts in Eisingen sowie von der Künstlergruppe der Gemeinschaft Sant`Egidio in Würzburg. Erstmals in ihrer langjährigen Geschichte zeigen alle drei Gruppen gemeinsam bewegende Bilder, verblüffende Objekte, mystisch anmutende Masken, aber auch viel Heiteres.

Klangspenden schaffen das einmalige Erlebnis

Das Konzept der Austellung stammt vom Würzburger Komponisten und Klangkünstler Burkard Schmidl. Seit über 25 Jahren bespielt Schmidl bundesweit Flüsse, Parks und Landschaften mit Klangcollagen und akustischen Experimenten. Für die Austellung in St. Johannis sammelte er sogenannte Klangspenden - gesprochenes, gesummtes und gespieltes - von Menschen und Chören aus der Region. Diese sind aber erst zu hören, wenn sich Besucher im Raum bewegen.

Ausstellungsbesucher werden selbst zu Komponisten

Während die Besucher durch die Kunstausstellung gehen, lösen ihre Bewegungen per Lichtschranken die Klangspenden aus. So entstehen interaktive Klangcollagen, die immer wieder neu erzeugt werden und das optische Ausstellungserlebnis akustisch unterstützen. Die aufwändige Technik dahinter steckt in den Podesten auf denen die Kunstwerke ausgestellt sind. Diese wurden von Mitarbeitern der Mainfränkischen Werkstätten eigens für die "Klangspiele" konstruiert. Ermöglicht wurde das Projekt durch die Förderung des Bezirks Unterfranken und der Stadt Würzburg. Geöffnet ist die Ausstellung täglich vom 1. bis 26. Dezember von 10 bis 17 Uhr in der Kapelle von St. Johannis Würzburg. Der Eintritt ist frei.


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