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Geplante Windkraftanlagen Stoppen Schwarzstörche das Projekt in den Haßbergen?

Bis zu 230 Meter hoch sollen die Windkraftanlagen auf dem Tonberg bei Kirchlauter werden. Doch im Sommer sind in diesem Gebiet mehrere geschützte Schwarzstörche gesichtet worden. Jetzt schöpfen die Windkraftgegner Hoffnung.

Stand: 13.10.2016

Schwarzstörche im Allgäu | Bild: AG Schwarzstorchschutz Allgäu/Harald Farkaschovsky

"Es ist ein Schwarzstorch-Nest gefunden worden", bestätigt Adelinde Friedrich, Leiterin der Abteilung für Bau- und Umwelt am Landratsamt Haßberge, auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks.

Informationsveranstaltung in Ebern abgesagt

Nach der möglichen Rückkehr der Schwarzstörche aus ihren Winterquartieren will die Behörde im Frühjahr prüfen, ob ein Storchenpaar das Nest wieder besetzt und wie die Flugrichtung der Störche verläuft. Würde sie überwiegend über die geplanten Windkraftanlagenstandorte verlaufen, würden die Rotoren die Vögel gefährden. Laut Friedrich wird anschließend geprüft, ob die vier Windkraftanlagenstandorte aus dem Landschaftsschutzgebiet genommen werden können. 

Eine für heute (13.10.16) geplante Informationsveranstaltung zu den Windkraftanlangen hat die Stadt Ebern "aufgrund der aktuellen Entwicklung" verschoben.

10-H-Regelung würde unterschritten

Viele Kirchlauterer Bürger lehnen das Projekt ohnehin ab, da die Anlagen zum Teil massiv die 10-H-Regelung unterschreiten. So würden die Anlagen nur 1,4 Kilometer vom Ortsrand entfernt aufgestellt. Nach der 10-H-Regelung müsste der Abstand jedoch mindestens 2,3 Kilometer betragen. Die Stadt Ebern hat deshalb bereits ein Bauleitverfahren zur Genehmigung für die Windkraftanlagen eingeleitet.

Programmhinweis

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten aus Mainfranken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur vollen und halben Stunde, Bayern 1

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Bibi , Donnerstag, 13.Oktober, 14:08 Uhr

2. Stilblüten

Welche Stilblüten unsere Zeit treibt kann man hier mal wieder deutlich sehen.
Für ein paar "komische Vögel" wird so ein lächerlicher "Plärrauf" veranstaltet.
Während sich anderswo Leute tatsächlich Gedanken um ihre eigene Existenz machen müssen.

...und nein, in unserer Gegend gibt es keine sicheren Stromquellen...
...Aber vermutlich ziehen die Windkraftgegner dann in irgendeine Höhle oder zur Untermiete ins Storchennest...

  • Antwort von Cornelia Hegele-Raih, Donnerstag, 13.Oktober, 21:06 Uhr

    Windräder sind keine sicheren Stromquellen und eretzen kein einziges Kraftwerk. Windräder werden auf Kosten der Bürger und der Natur errichtet und der Nutzen ist quasi gleich null. (Anteil an der Endenergie unter 2 % Man kann das Geld im Grunde genauso gut zum Fenster rauswerfen.

  • Antwort von Bibi , Dienstag, 18.Oktober, 14:46 Uhr

    Keiner spricht davon, daß vier geplante Windräder eine sichere Energiequelle sind...
    Bitte richtig lesen...

    Zu den 2% Endenergie möchte ich mal gern die Quelle wissen, ich hab scheinbar andere...

  • Antwort von Michael, Mittwoch, 19.Oktober, 10:25 Uhr

    Hier anbei Link mit Veranschaulichung...

    Was zu beachten gilt: Nicht Anteil der erneuerbaren Energien an der STROMERZEUGUNG mit Primärenergiebedarf verwechseln. Das Feld Stromerzeugung ist lediglich ein Teilsektor des Kuchens "Primärenergiebedarf". Der Primärenergiebedarf ist hauptausschlaggebend z. B. für Co2 Ausstoß (siehe Verbrauchsanteil Verkehr mit Mineralöl).
    Es lässt sich also durchaus sagen, dass man mit nunmehr 27.000 Windkraftanlagen und etlichen Milliarden an EEG Umlagen einen Anteil am Primärenenergieverbauch von ganzen 2,4 % erreicht hat.
    Dafür sind wir nunmehr der 2. größte Stromexporteur in Europa, und haben zeitgleich die 2. teuersten Strompreise für Endverbraucher (Agora Energiewende). D hat 2015 50 Mrd. kw/h Strom exportiert und 30 Mrd. kw/h Stromo importiert (BMWi 2015), was nicht gerade für eine bedarfsgerechte Stromproduktion spricht..(Stichwort Zufallsstrom..).
    Und CO² Reduzierung in den letzten 5 Jahren? nahe 0....(Google)

  • Antwort von Michael, Donnerstag, 20.Oktober, 08:29 Uhr

    hier der in der obigen Antwort genannte Link auf die Seite des BMWi mit einer Darstellung des Primärenergieverbrauchs in D 2015

    http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/Bilder/Energie/Energiedaten/energie-daten-energiegewinnung-und-energieverbrauch-grafik-3,property=bild,bereich=bmwi2012,sprache=de.jpg

bernd, Donnerstag, 13.Oktober, 13:01 Uhr

1. ja wenn die da genügend Strom haben..

Ja, wenn die dort über eine sichere Stromquelle verfügen, ist ja alles ok. Aber nicht nachher jammern, wenn der Strom ausfällt, weil die Bayern unter Energiemangel leiden, weil ja sowohl Windräder wie auch Stromtrassen abgelehnt werden.

  • Antwort von franke, Montag, 17.Oktober, 17:29 Uhr

    Antwort zu bernd.

    Über Bayern braucht sich keiner sorgen, weil wir diesen Zappelstrom nicht brauchen. Unser Problem in Deutschland ist? wir haben zuviel Strom in den Leitungen und nicht zu wenig, soviel, dass wir bestimmte Stromabnehmer für die Abnahme Geld bezahlen.