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K(l)eine "Revolution" in Würzburg Bischof wäscht erstmals Frauen die Füße

Zum ersten Mal haben in diesem Jahr an der Fußwaschung im Kiliansdom in Würzburg auch Frauen teilgenommen. Was in der Kirche als kleine Revolution gilt, ist an der Basis schon ein alter Hut.

Stand: 24.03.2016

Im Würzburger Dom wäscht Bischof Friedhelm Hofmann am 24. März 2016 einer Frau die Füße. | Bild: Pressedienst des Ordinariats/Markus Hauck

Vor wenigen Wochen hat Papst Franziskus erstmals in der Geschichte der katholischen Kirche Frauen für die Fußwaschung eingeladen. Mit der Messe vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag feierte die Reform auch im Würzburger Kiliansdom Premiere. Die Messe soll daran erinnern, dass Jesus im Abendmahlsaal seinen Jüngern die Füße gewaschen hat.

"Dadurch, dass Papst Franziskus gesagt hat, es sollen eigentlich alle Gläubigen an diesem Bild beteiligt sein, hat dann der Bischof gesagt: Also gut, dann machen wir das auch im Dom."

Ulrich Boom, Weihbischof am Bistum Würzburg

Basis reagiert wenig beeindruckt

Von der offiziellen katholischen Amtskirche wird das als kleine Revolution gesehen. Allerdings scheint dieses Novum nur dort für Wirbel zu sorgen. In vielen Pfarrgemeinden ist die Fußwaschung für Frauen längst Alltag geworden. In St. Rochus und St. Sebastian in Unterdürrbach ist es ganz normal Frauen die Füße zu waschen, erzählt Birgit Brand, die langjährige Pfarrgemeinderatsvorsitzende in Unterdürrbach. Laut Brand zeigt das, dass die Basis der Kirchenführung wie so oft einen Schritt voraus ist.

"Ich musste mal kräftig schmunzeln. Weil bei uns in der Pfarrei das schon sehr lange - ungefähr 25 Jahre lang - praktiziert wird, dass Frauen und Männer zur Fußwaschung gehen. Ich hätte mir da überhaupt keine Gedanken gemacht."

Birgit Brand, ehemalige Pfarrgemeinderatsvorsitzende in Unterdürrbach

Messe vom letzten Abendmahl

Der Würzburger Dom

Die Messe vom letzten Abendmahl gilt als Beginn der "drei österlichen Feiertage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und der Auferstehung des Herrn". Bischof Friedhelm Hofmann wusch Vertretern des Diözesanrats, der Dompfarrei, Flüchtlingen, Helfern und jetzt auch Frauen die Füße.


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nero, Donnerstag, 24.März, 17:18 Uhr

3. Fußwaschung

In welchem Jahrhundert leben wir ? Ach ja ich vergas, das die katholische Kirche im Mittelalter stehen geblieben ist! Muss der
Papst jetzt dafür in der Hölle schmoren? Weil er einen Frauen Fuß berührt hat??

  • Antwort von Tachelesredner, Donnerstag, 24.März, 22:47 Uhr

    Wo ist Ihrer Meinung nach dann der Islam stehen geblieben? In der Steinzeit?

  • Antwort von nero, Freitag, 25.März, 11:06 Uhr

    der Islam ist mit seinen Dogmen und Auslegungen sicherlich nicht weiter als die Katholische Kirche,Leider! Also ebenfalls Mitelalter bzw. Steinzeit! Zum Glück habe ich mit Religion&Kirche nicht viel am Hut! Will aber nicht heisen dass ich Atheist bin! Ich beobachte nur gerne dieses ganze jeweils kirchliche Treiben Und fast schon institutionelle der Kirchen recht amüsiert! Und denke mir dies kann Jesus oder Jahwe sicherlich nicht so beabsichtigt haben!? Ich glaube, das jeder seinen eigenen Weg zu Glauben &Gott fiden muß! Bei mir waren es eftige Schicksalsschläge! die Kirchen &Perister können eventuell dabei helfen! Aber letztendlich muß jeder seinen Weg finden und beschreiten!

  • Antwort von Tachelesredner, Freitag, 25.März, 13:14 Uhr

    So ist es mit Ihren Gedanken dazu und ich habe die meinen! Warum auch nicht - wir leben ja in einem freien Land... Wir sollten bloß aufpassen, dass wir die Demokratie erhalten können, in der man nach seinem Gusto leben darf. Wünsche uns allen gesegnete Ostern! Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von Barbara, Samstag, 26.März, 15:38 Uhr

    an nero: Der Islam kann sich nicht auf das "Dogma der Auferstehung Christi" berufen, weil nur Christus von den Toten auferstanden ist, aber nicht Mohammed! Mohammed ist erst ca.600 nach Christus aufgetreten und hat behauptet, ein "Engel" sei ihm erschienen und habe ihm den Koran diktiert. Da aber Mohammed angeblich vier minderjährige Mädchen als "Frauen" gehabt haben soll, kann ihm unmöglich ein Engel erschienen sein, denn Engel würden niemals einen Menschen zur Sünde verführen! Dagegen ist die Auferstehung Jesu Christi von den Toten seit 2000 Jahren lückenlos durch Zeitzeugen belegt!

Karpf Margit, Donnerstag, 24.März, 13:30 Uhr

2. Frauen bei Fußwaschung

Na das ist ja mal ein Fortschritt, wenn der Papst Frauen die Füsse wäscht.
Bei uns in der Pfarrei ist das schon lange möglich.
Frauen und Männer sind meines Wissens gleichberechtigt, da ist das ja nur konsequent.
Es gibt aber auch Pfarreien, da bekommt keiner die Füße gewaschen, warum auch immer?

  • Antwort von Mandatum, Donnerstag, 24.März, 15:02 Uhr

    Pfarreien ist es freigestellt, ob sie eine Fußwaschung durchführen oder nicht. Für Kathedral- und Abteikirchen ist sie vorgeschrieben.

  • Antwort von Barbara, Donnerstag, 24.März, 17:01 Uhr

    Wieso ist das ein "Fortschritt", wenn der Papst den Frauen die Füße wäscht? Hat etwa Christus der Maria die Füße gewaschen? Nein! Maria war nicht einmal im Abendmahl-Saal anwesend! Warum und wieso soll das ein "Fortschritt" sein? Maria hätte sich die Füße von Christus gar nicht waschen lassen! Warum wohl? Marias Füße waren nämlich sauber!

  • Antwort von Altchristin, Donnerstag, 24.März, 22:50 Uhr

    Alles überflüssiger Kram. Warum sollte der Glaube davon abhängen? Für mich als Christ spielt sowas absolut keine Rolle. Aber vielleicht haben da die Atheisten mal wieder ein Thema zum Diskutieren - die kennen sich ja immer besonders gut aus, wenn es um sowas geht...

Barbara, Donnerstag, 24.März, 13:22 Uhr

1. Welche Frauen sind das, die sich von Männern die Füße waschen lassen wollen?

Wenn diese Frauen meinen, daß sie auf diese Weise die Eintrittskarte zum Himmel erwerben können, dann täuschen sie sich. Denn Jesus sagt eindeutig, "willst du das ewige Leben gewinnen, dann halte die Gebote!" Aber Jesus sagt nicht, daß die Frauen sich ihre Füße von Männern waschen lassen sollen!

  • Antwort von St. Michael, Donnerstag, 24.März, 14:53 Uhr

    Sehet die Symbolik in der Handlung. Waschet den Männern die Füße und tuet dies den Frauen gleich.
    Die anderen aber werden in ihrem überholten Weltenbild auf ewig verharren und zurückbleiben.

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 24.März, 15:50 Uhr

    Also wenn ich meiner Freundin die Füße wasche,massiere und einöle fühlt sie sich wie im Himmel,da brauchts keine erzkonservativen Katholen dazu.

  • Antwort von Südsachse, Donnerstag, 24.März, 22:54 Uhr

    Wie man hier lesen kann - die Atheisten kennen sich mal wieder bestens aus... Aber warum wird dazu auch ein Blog geschalten? Damit man den zu gewissen Themen vermeiden kann? Wenn es keine brisanteren Probleme zu "wälzen" gibt zur Zeit, dann ist die bayerische Welt ja noch in Ordnung...