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Neuer Studiengang Computer-Spiele entwickeln an der Uni Würzburg

Mit dem Semesterstart im Oktober 2016 gibt es einen neuen Studiengang an der Universität Würzburg. Im Studiengang "Games Engineering", der zum Institut für Informatik gehört, lernen die Studenten Computerspiele zu entwickeln.

Von: Wolfram Hanke

Stand: 20.10.2016

Programmierer Symbolbild | Bild: colourbox.com

Am Institut für Informatik lernen ab diesem Semester 27 Studenten, wie sie Computerspiele entwickeln können. Wissenschaftliche und technische Kenntnisse sollen den angehenden Spieleentwicklern vermittelt werden. Professor Marc Latoschik und seine Mitarbeiter legen dabei großen Wert darauf, dass das Erlernte auch praktisch angewendet wird. Im Modul "Game Lab" entwickeln die Studenten daher ab dem ersten Semester eigene kleine Computerspiele. Zudem werden Grundlagen der Informatik und der Mathematik gelehrt.

Innovativer Studiengang

Den Studiengang "Games Engineering" gibt es derzeit nur in Bayern. Neben den Hochschulen München und Kempten im Allgäu bietet nun auch die Universität Würzburg den innovativen Studiengang an. Die Absolventen des Bachelor-Studiums werden zu Entwicklern für die Spielebranche ausgebildet. Die Branche boomt und die Spieleindustrie sucht gut ausgebildete Fachkräfte.

"Deutschland macht ungefähr 2 Milliarden Euro Umsatz mit Computerspielen mit steigender Tendenz. Weltweit ist es so, dass die Gesamtumsätze der Computerspielbranche die Umsätze der Filmbranche schon vor einigen Jahren zum ersten Mal überschritten haben. Das heißt eigentlich müsste man heute sagen, dass das klassische Filmbusiness die kleine Branche ist und das Computerspiel-Business die große Branche."

Marc Latoschik, Professor an der Universität Würzburg

Langjähriges Interesse an Computerspielen

In sechs Semestern eignen sich die Studenten wissenschaftliche und technische Fähigkeiten des "Game Engineering" an.

Demian Landbeck aus Würzburg ist einer der 27 Studenten, die sich für den Studiengang "Games Engineering" an der Universität eingeschrieben haben. Schon als Kind hat sich der 26-Jährige für Computerspiele begeistert. Jetzt studiert er neben seinem Master-Studium der Informatik noch im Bachelor "Games Engineering".

Hoher Praxisbezug im Studium

"Ich glaube der Studiengang bereitet recht zielführend auf einen Job in der Spielebranche vor, eben weil wir auch Projekte machen während des Studiums. In der Spielebranche ist es wichtig, etwas vorlegen zu können, was man schon gemacht hat. So kann man zeigen, dass man bereits Vorerfahrungen in der Branche hat."

Demian Landbeck, Game Engineering Student an der Uni Würzburg

Viel Zeit ihres Studiums verbringen die angehenden Spieleentwickler im so genannten Games Lab, auf Deutsch heißt das "Spiele Labor". Hier entwerfen und realisieren die Studenten eigene kleine Computerspiele. Auf einer jährlichen Ausstellung werden die Projekte der Studenten dann präsentiert. Bereits während dem Studium arbeiten die Studenten mit großen Spieleherstellern zusammen.


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