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Frostnacht in Unterfranken Obst- und Weinbauern bangen

Die frostigen Temperaturen der Nacht auf Donnerstag haben Winzern in Franken erhebliche Schäden gebracht. Allein am Würzburger Stein könnten zahlreiche Reben erfroren sein. Die niedrigste Temperatur wurde bei Randersacker mit -5,5 Grad gemessen.

Stand: 21.04.2017

Ansonsten lagen die Werte um -3 Grad. Deswegen ist davon auszugehen, dass es stellenweise auch größere Schäden gegeben hat, befürchtet Hermann Mengler, Weinfachberater beim Bezirk Unterfranken. Gesamtfränkisch betrachtet, beurteilt er die Lage aber nicht ganz so schlimm. Es sei eine trockene Kälte gewesen. Auch sei vom Austrieb her vieles noch nicht so weit.

Weinbauern erwarten Schäden

Horst Kolesch vom Weingut Julius Spital rechnet bei den Weingütern vom Main bis zum Steigerwald mit Schäden, die zum Teil gravierend sein könnten. Schließlich seien Temperaturen zwischen -2 und -4 Grad gemessen worden. Es sei außerdem mit weiteren Frostnächten zu rechnen. Winzermeister Peter Rutloff vom Würzburger Juliusspital rechnet bislang mit Ernteeinbußen bis zu 30 Prozent.

Markus Müller von der Abteilung Rebschutz bei der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim betont, die Schäden seien eigentlich noch nicht seriös abschätzbar. Aufgrund der Dauer der Minustemperaturen sei aber im Vergleich zum vergangenen Jahr mit höheren Schäden zu rechnen.

Auch Obstbau betroffen

Thomas Riehl, Obstfachberater in Nordbayern am Amt für Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen, sagt, dass auch im Obstanbau das Ausmaß noch nicht abschätzbar ist. Aber mit Schäden sei auf jeden Fall zu rechnen. Die Blütezeit war zum Teil zwar schon zu Ende, aber die Jungfrüchte sind tendenziell noch empfindlicher als die Blüten.


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brain 09, Freitag, 21.April, 17:29 Uhr

3. Obst &Weinbauern bangen

Klar hört man es leider jedes Jahr, da sich viele Ereignisse wiederhohlen Und leider ist das Wetter bei aller Sachkenntniss unserer Bauer, Winzer, Landwirte nicht beeinflußbar! Und gerade Sie sind durch solche Ereignisse in Ihren Existenz betroffen! Und wer schreit und Jammert am lautesten wenn durch Ernteausfälle Produkte Teurer werden!?DER VERBRAUCHER! Also letztendlich diejenigen die sich hier recht unqualifiziert über das angebliche Gejammer beschweren! In welcher Welt leben wir denn? Wenn jeder lebensunfähige Sesselpupser sein Maul über unwichtiges aufreisen darf oder auf den Straßen unterstützt von nichtsnutzigen Gewerkschaften wegen jedem Scheiß demonstriert! Aber unsere Erzeugern dieses Recht verwehrt werden soll! Ich bin zwar kein unmittelbar betroffener Aber auf dem Land groß geworden und habe von daher etwas Einblick in diese harte und unwägbare Arbeit! Daher bringen mich solch unqualifizierten Aussagen mit bösen Unterstellungen in Rage! Und möchte einen Stab brechen!

  • Antwort von R.B., Freitag, 21.April, 18:25 Uhr

    @brain09, 17:29 Uhr: Auch wenn ich den Gewerkschaften kritisch gegenüber stehe, bin ich froh dass es sie gibt. Sie sorgen im Großen und Ganzen ja doch dafür, dass der Arbeitsmarkt nicht noch mehr zum "Sklavenmarkt" verkommt.
    Ihrem Kommentar zu dem sog. "Jammern der Landwirte" stimme ich zu. Denn diese Ernteausfälle sind, genau wie beschrieben wetterbedingt und nicht beeinflussbar. Und der Verbraucher trägt ebenfalls dazu bei, weil er ja jeden Tag alles parat haben muss, anstatt z.B. saisonal zu kochen. Weshalb immer früher angebaut und geerntet wird.

websaurier, Freitag, 21.April, 09:44 Uhr

2. Immer die gleiche Leier.....


Seit Jahrzehnten jedes Jahr dasselbe...

Jammern, was das Zeug hält!
Gehört mittlerweile zum Geschäft; die Medien laufen kritiklos mit...

Am Ende gibt's dann sogar noch Geld fürs Jammern...
Also, alles richtig gemacht ;-)

  • Antwort von landfrau, Freitag, 21.April, 16:04 Uhr

    @websaurier
    Sie müssen anscheinend nicht davon leben, was ein landwirtschaftlicher Betrieb
    (Wein-oder Obstbau) hervorbringt, denn dann würden Sie hoffentlich anders schreiben.
    Landwirtschaft ist nun mal auch aufs Wetter angewiesen.

Josef, Donnerstag, 20.April, 20:10 Uhr

1. Obst- und Weinbauern bangen

Hallo, jedes Jahr zur selben Zeit jammern die Obst-, Wein-, Gemüse-, und sogar die Milch-Bauern das es Ernteeinbussen aufgrund von Schäden durch Wettereinflüsse geben wird.. Immer ist das Wetter schuld. Mal ist es zu kalt, mal zu heiß, mal zu nass, mal zu trocken. Wer sich zu so einem Beruf entscheidet, sollte doch, wenn er gut ausgebildet und auch was von seinem Beruf versteht, wissen, dass das Wetter einen großen Einfluss auf seine Erträge und den Gewinn hat..
Warum wird dann ständig gejammert. Es soll mal wieder der Verbraucher und der Staat die Gewinne der Bauern tragen und sichern. In keiner Branche wird soviel gejammert wie bei den Bauern. Und haben riesigen Landbesitz und Häuser, durch den Staat gefördert, die ihr Auskommen mehr als absichern und garantiert.
Gott sei Dank kann man das Wetter noch nicht beeinflussen.
Grüße
Josef

  • Antwort von exUnterfranke, Freitag, 21.April, 07:27 Uhr

    @ Josef
    Vielleicht sollten sie zunächst einmal auf einschlägigen Webseiten recherchieren, Stichwort "Trajektorie". Dann könnten Sie auch eine Aussage zur jetzt eingeflossenen Luftmasse machen. Wir sprechen hier auch nicht über eine einzelne Nacht wo die Temperatur in den frühen Morgenstunden kurz ins Minus rutscht! Mehr Polarexpress geht eigentlich gar nicht, man kann in diesem Fall über die Klimaerwärmung froh sein.
    Also: Alle Bauern jammern hier durchaus berechtigt, es ist definitiv ein Extremereignis und nicht vergleichbar mit normalen späten Nachtfrösten.

  • Antwort von Joachim, Freitag, 21.April, 08:41 Uhr

    Gut getroffen, Josef. Ich stimme voll und ganz zu.

  • Antwort von landfrau, Freitag, 21.April, 16:14 Uhr

    @Josef und Joachim
    zu"dass das Wetter einen großen Einfluss auf seine Erträge und den Gewinn hat ---
    Kein Ertrag - kein Gewinn - Was dann? Leben Sie ohne Einkommen oder mit wie viel oder wie wenig ?
    In der Landwirtschaft gibt's kein Arbeitslosengeld und die Sozialversicherung zahlt man auch selber.
    Welche Häuser werden in der Landwirtschaft vom Staat gefördert ? Nicht mehr und nicht weniger als bei jedem anderen Privatmann auch.
    Wenn sich keiner mehr für den Beruf des Landwirts entscheidet - was kommt dann ??? Wildnis im Urlaubsparadies??? Vielleicht Fleischhunger???
    Oder Jammer , weil es keine Bauern mehr gibt ???