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Sechsspurig bei Helmstadt Weniger Staus, aber höhere Kosten nach A3-Ausbau

Unzählige Staus, viele Unfälle – so sah es jahrelang an der Dauerbaustelle zwischen Marktheidenfeld und Helmstadt auf der A3 aus. Nun wurde die 16 Kilometer lange, auf sechs Spuren ausgebaute Strecke endlich freigegeben. Erklärungsbedarf gibt es noch bei den Baukosten.

Von: Barbara Markus

Stand: 06.12.2017

A3 zwischen Marktheidenfeld und Helmstadt nach dem sechsspurigen Ausbau bei Wertheim | Bild: BR / Barbara Markus

Auf dem Autobahnabschnitt sind täglich 61.000 Autos und 12.500 Lkw unterwegs. Nach mehr als drei Jahren Bauzeit mit vielen Staus und hoher Unfallgefahr stehen ihnen nun drei Fahrstreifen in jeder Richtung zur Verfügung.

"Optimale" Bauarbeiten

Der Teilabschnitt, der von der Anschlussstelle Wertheim bis kurz vor Helmstadt durch Baden-Württemberg führt, ist sogar ein halbes Jahr früher als geplant fertig geworden. Die Bauarbeiten seien organisatorisch optimal abgelaufen, so die Begründung der Autobahndirektion Nordbayern.

Kostensteigerung um 20 Prozent

Der geschäftsführender Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (3. von links) con der CSU gibt A3 bei Wertheim nach dem sechspurigen Ausbau frei

An der Freigabe auf dem Almosenberg in Wertheim nahm am Mittwoch (06.12.17) auch der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) teil. Der Autobahndirektion Nordbayern zufolge waren die Kosten für diesen Autobahnabschnitt deutlich gestiegen: War bislang von einem Gesamtvolumen von 142 Millionen Euro die Rede, sind die Kosten nun um 20 Prozent auf 168 Millionen Euro gestiegen.

"Es gibt mehrere Gründe: Der Hauptgrund war sicherlich einerseits die Insolvenz eines Bauunternehmens hier in dem Raum, wo wir neue Brückenbauwerke ausschreiben mussten. Zum Teil lag es auch an der Geologie. Wir sind hier im Bereich von Baden-Württemberg in großem Umfang in Wasserschutzgebieten, wo wir sehr hohe Aufwendungen – auch Untersuchungsaufwendungen – haben, um das Material einzubauen. Das hat schließlich zur Kostensteigerung geführt; aber auch die Kostensteigerung im Baubereich im Allgemeinen, wo einige Millionen Euro dazugekommen sind."

Alexander Leis, Autobahndirektion Nordbayern, Leiter der Dienststelle Würzburg

Schwere Unfälle während des Ausbaus

An Baustellen auf der A3 kam es immer wieder zu Unfällen mit Schwerverletzten und sogar Toten. Der Spessart ist noch nicht frei von Baustellen, zwischen Rohrbrunn und Marktheidenfeld wird weiter gebaut.


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Kommentare

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Wolfgang, Mittwoch, 06.Dezember, 08:51 Uhr

2. keinen weiteren Straßen(aus)bau!

Last es stauen, unbequem und lästig werden. Auch diese Fakten lassen mittle- und langfristig die Verkehrsbedürfnisse in eine andere Reichtung sich entwickeln.
Ob nun Sachsen zur Arbeit jede Woche nach Frankfurt, wenn es zu unbequem wird verlagern Firmen ihre Arbeit eben zu den Menschen von Frankfurt nach Hoyerswerda.
Ebenso in der Logistik, Staus, lange Fahrzeiten bringen die Verantwortlichen dazu daß Waren nur direkt vom Produzenten in Richtung Bedarf gefahren werden, Produkte sich nicht auf Autobahnen begegenen.
Früher selbstverständlich, z.B. Kohlekraftwerk Zolling für München, das ist nördlich von München, Züge nicht erst nach Bad Tölz als Kraftwerksstandort und Strom weider zurück per Leitung nach München.

Wähler, Mittwoch, 06.Dezember, 08:45 Uhr

1. Güter gehören endlich auf die Schiene

statt weiterhin mit Autobahnausbauten den Flächenfraß weiter vorantreiben!
Ich denke es fehlt an wertvollem Wohnraum? Auf Autobahnen und in Gewerbegebieten können keine Menschen wohnen!