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Frankenwein Jahrgang 2016 Gutes Weinjahr trotz Wetterkapriolen für Franken

2016 verspricht für den Frankenwein ein guter Jahrgang zu werden. "Ein phantastischer sogar", sagt Artur Steinmann, der Präsident des Fränkischen Weinbauverbands. Die Experten gehen von einer Weinernte von durchschnittlich 82 Hektolitern pro Hektar aus. Rund 500.000 Hektoliter Wein ergibt das für ganz Franken.

Stand: 17.10.2016

Die "Letzte Fuhre" des 2016er-Jahrgangs (Stiftung Juliusspital Würzburg) ist eingebracht | Bild: Stiftung Juliusspital Würzburg

Das durchschnittliche Mostgewicht liege laut Steinmann in diesem Jahr bei 86 Grad Oechsle. Damit sind 60 bis 70 Prozent des Weins prädikatsweingeeignet, können also als Kabinett, Spätlese oder noch höher eingestuft werden. Auf der Zielgerade sei eine Qualität entstanden, die viele gar nicht mehr erwartet hätten.

"Die Kunden dürfen sich auf den 2016er Jahrgang freuen."

Hermann Mengler, Weinfachberater des Bezirks Unterfranken.

Weinbaupräsident Arthur Steinmann (2.v.r.) mit der Würzburger Weinprinzessin Veronika Wohlfart (Mitte) bei der Vorstellung des neuen Frankenweins

Hermann Mengler, der Weinfachberater des Bezirks Unterfranken, erwartet Weine, die aromatisch, unkompliziert und durch einen geringen Alkoholgehalt auch bekömmlich werden. Besonders von den Rotweinen erhofft er sich viel. Diese werden eine schöne Farbe bekommen und auch der Gehalt und das Aroma werden "super", glaubt Mengler.

Winzer im Wetter-Schwitzkasten

In diesem Jahr hatte das Wetter die Winzer viele Nerven gekostet: Erst machte in einigen Lagen Frost und Hagel einen Teil der Ernte zunichte, dann folgte eine Regenphase, die in einem trockenen und heißen Spätsommer gipfelte. Wenn man dann noch den Pilzbefall dazuzählt und sich den Vegetationsverlauf ansieht, dann atmet man auf, sagte Steinmann, der selbst Winzer ist. Fast alle Kollegen seien derzeit glücklich.

Schädlinge hielten Weinbauern in Atem

"Wettermäßig war es ein Wechselbad für die Winzer", sagt auch der Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Hermann Kolesch. So habe es innerhalb von fünf Tagen zweimal Spätfröste gegeben. Des Weiteren habe der feuchte Frühsommer und damit einhergehend die Kirschessigfliege zusammen mit dem falschen Mehltau die Winzer gefordert. Später im Sommer musste dann wegen der Trockenheit sogar bewässert werden. Der gute Herbst habe dann aber ein eher schlechtes Jahr fulminant aufgeholt.

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten aus Mainfranken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur vollen und halben Stunde, Bayern 1

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