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Birkenallee Hopferstadt Entscheidung für schrittweise Abholzung

Mit dem Eilantrag zur Rettung der Birkenallee im Ortsteil Hopferstadt hat die SPD im Stadtrat von Ochsenfurt einen Teilerfolg verbucht. Die Birken sollen jetzt nur abschnittsweise gefällt und dann die Lücken wieder mit Büschen und Bäumen aufgeforstet werden.

Stand: 30.11.2016

Birke | Bild: colourbox.com

"Es ist ein Kompromiss, mit dem auch wir leben können" , sagt GRÜNEN-Stadträtin Britta Huber am Dienstagabend (29.11.16) nach der Abstimmung. Die 34 Birken auf dem Lärmschutzwall zur Siedlung Hopferstadt sollen jetzt nur abschnittsweise gefällt werden. Bis die nächsten fallen, soll die entstandene Lücke erst einmal mit neuen Büschen und kleinwüchsigen Bäumen aufgeforstet werden. Die neue Bepflanzung soll ökologisch wertvoller als die Birken sein und einen noch besseren Schutz gegen Luftschadstoffe und Lärm bieten. Auf allergieauslösende Pflanzen wie Haselnüsse wird als Ersatz verzichtet. Das genaue Nachpflanzkonzept soll in einer der nächsten Sitzungen beschlossen werden.

Anlieger gegen Naturschützer


23 Anlieger hatten sich mit einer Unterschriftsliste für eine Beseitigung der Birken auf dem Lärmschutzwall zu ihrer Siedlung stark gemacht, weil die Pollen Allergie auslösen aber vor allem weil der Blütenstaub zu einer massiven Verschmutzung auf den Grundstücken führt, in Fensterritzen dringt und Dachrinnen verstopft. Der Bund Naturschutz hatte die geplante Fällung der gesunden Bäume dagegen als ökologische Sünde hart kritisiert und auch viele der gut 650 Einwohner von Hopferstadt hatten auf die Birkenallee als liebgewonnenen Teil des Dorfbildes nicht verzichten wollen. Bürgermeister Peter Juks äußerte sich nach der Sitzung zufrieden. Er hatte für eine Beseitigung der Birken plädiert, aber auch eine zeitlich abgestufte Lösung. 

"Wir werden sehen, dass in fünf oder sechs Jahren alle froh sind, wenn der Lärmschutzwall in Hopferstadt neu bepflanzt ist."

Ochsenfurts Bürgermeister Peter Juks

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Kommentare

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Leser, Mittwoch, 30.November, 11:37 Uhr

2. Anlieger gegen Naturschützer

Ich gehe mal davon aus, das es sich bei den 23 Anliegern um ein Neubaugebiet handelt. Wurden die Birken erst nach der Erstellung der Siedlung gepflanzt, oder schon vorher?
Vor allem sollen die Bäume gefällt werden weil Sie massive Verschmutzungen auf den Grundstücken verursachen. Ich hoffe, das bei den Neuanpflanzungen die Anwohner dann zu Kasse gebeten werden. Wer es besonders ökologisch haben möchte, kann ja auch seinen Betrag dazu leisten.

Es gibt immer wieder Hausbesitzer, die lieber in den Städten bleiben sollten.

Ja auf dem Land gibt es noch Bäume, Büsche und Sträucher, die Blätter verlieren und Blütenstaub abgeben. Es gibt Land- und Viehwirtschaft. Glocken die läuten und Sirenen die im Notfall heulen.
Wer aufs Land kommt um nur günstig ein Eigenheim errichten zu wollen, ist fehl am Platz.

Artus, Mittwoch, 30.November, 11:19 Uhr

1. Kompromiss

Mit dieser Entscheidung wird man leben können. Ich frag mich allerdings ob den Verantwortlichen bem Pflanzen der Birken das Problem nicht klar war. Naja vielleicht pflanzt man jetzt das richtige Gewächs.