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Berufung gegen Urteil eingelegt Frau in Erlabrunn mit Traktor überfahren - Prozess geht ans Landgericht

Der Prozess um einen 57-Jährigen, der eine Frau in Erlabrunn (Lkr. Würzburg) mit einem Traktor überrollt und getötet haben soll, geht in die Verlängerung. Der Verteidiger des Mannes hat Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Stand: 06.12.2017

Landgericht Würzburg | Bild: BR-Mainfranken

Das bestätigte Rainer Beckmann, Sprecher des Amtsgerichts Würzburg, auf Nachfrage des BR. Zuvor hatte auch die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil eingelegt.

57-Jähriger bestreitet die Tat

Der 57 Jahre alte Mann soll die Frau nach Ansicht des Gerichts mit einem Streufahrzeug überrollt haben. Das hatte der Angeklagte, der auch als Feuerwehr-Kommandant in Erlabrunn tätig ist, abgestritten. Er befindet sich auf freiem Fuß, da das Urteil des Amtsgerichts nicht rechtskräftig ist. Daran wird sich nun auch nichts ändern, da der Prozess vermutlich im neuen Jahr am Landgericht Würzburg eine Neuauflage erfährt. Wann genau das sein wird, ist noch nicht bekannt. Das kann einige Monate dauern, sagt der Sprecher des Amtsgerichts.

Urteil des Amtsgerichts: ein Jahr und zehn Monate Haft

In dem aufsehenerregenden Indizien-Prozess um den Tod der Restaurantbesitzerin Gisela K. in Erlabrunn hatte die Staatsanwaltschaft zweieinhalb Jahre ohne Bewährung für den Angeklagten gefordert. Er soll die Frau am 5. Januar 2016 mit dem zum Streufahrzeug umgebauten Traktor der Gemeinde überfahren und sich anschließend von der Unfallstelle entfernt haben. Das Urteil des Amtsgerichts lautete ein Jahr und zehn Monate Haft ohne Bewährung wegen Fahrlässiger Tötung und Unfallflucht.


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