94

Stauende übersehen Zwei Tote bei zwei schweren Lkw-Unfällen auf der A3

Gleich zwei schwere Verkehrsunfälle haben sich am späten Abend auf der A3 ereignet – an den Anschlussstellen Biebelried und Schwarzach. Beide Male sind Lkw-Fahrer aufs Stauende aufgefahren, dabei wurden zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt.

Stand: 15.02.2018

Der erste Unfall ereignete sich gegen 21 Uhr. Ersten Ermittlungen zufolge übersah der Fahrer eines Sattelzuges das Stauende, das sich kurz nach dem Biebelrieder Kreuz in Fahrtrichtung Frankfurt gebildet hatte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der am Stauende stehende Lkw auf das Sicherungsfahrzeug eines Schwertransportes geschoben, das wiederum auf den davor stehenden Schwertransport prallte.

Horrornacht für Polizei

Der 60-jährige Unfallverursacher erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Zwei weitere Männer, 62 und 66 Jahre alt,wurden leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von rund einer Million Euro.

Während die Polizei noch mit der Aufnahme des ersten Unfalls beschäftigt war, ereignete sich wenige Kilometer davor ein weiterer. Gegen 23.10 Uhr übersah der 47-jährige Fahrer eines Lkw mit Anhänger kurz vor der Ausfahrt Kitzingen/Schwarzach wohl ebenfalls das Stauende. Er fuhr auf einen Sattelzug auf, der seinerseits bereits in einen weiteren Lkw gerutscht war.

A3 gesperrt, Rotes Kreuz kümmert sich um Wartende

Der 48-jährige Beifahrer des zuletzt aufgefahrenen Lkw verstarb aufgrund seiner schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Der Fahrzeuglenker sowie ein weiterer Fahrer erlitten schwere Verletzungen.

Die A3 bei Kitzingen ist war stundenlang in Richtung Frankfurt gesperrt. Das Bayerische Rote Kreuz hat die im Stau Wartenden unter anderem mit warmen Getränken versorgt.


94