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Gewalttat in Unterföhring Angeschossene Polizistin weiter in Lebensgefahr

Die 26-jährige Polizistin, der in Unterföhring in den Kopf geschossen wurde, befindet sich nach wie vor in einem kritischen Zustand. Derzeit werden 200 Zeugen zu dem Fall befragt.

Von: Martin Breitkopf, Henning Pfeifer

Stand: 20.06.2017

Unterföhrung Polizeieinsatz | Bild: BR / Lena Deutsch

Auf einem privaten Twitter-Account und auch auf Facebook war die Meldung vom angeblichen Tod der Polizeibeamtin aufgetaucht. Laut der Münchner Polizei entbehrt die Meldung jeder Realität. Der Zustand der Polizistin sei weiterhin kritisch - aber stabil. Sechs Tage nach den Schüssen von Unterföhring liegt von dem festgenommenen 37-Jährigen nach wie vor keine Aussage vor. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage mitteilte, wird eine mögliche Vernehmung mit dem Anwalt des Mannes abgestimmt. Der Mann befindet sich seit dem Vorfall in einer psychiatrische Einrichtung.

Wie der Polizeisprecher weiter ausführte, werden derzeit rund 200 Zeugen vernommen, die sich nach dem Aufruf der Polizei gemeldet haben. Ermittler der Münchner Mordkommission planen zudem eine Vernehmung der Eltern des Täters in den USA, um die persönliche Vorgeschichte des gebürtigen Oberbayern zu beleuchten. Der mutmaßliche Täter hat in den USA bereits ein Vorstrafenregister, unter anderem wegen Diebstahl und kleineren Gewaltverbrechen.

Eltern am Krankenbett

Der Mann hatte am Dienstag am S-Bahnhof Unterföhring einem Polizisten seine Dienstwaffe entrissen und dessen 26-jähriger Kollegin in den Kopf geschossen. Auch zwei Passanten wurden von Kugeln getroffen.

Die Beamtin stammt aus Sachsen und war für ihre Ausbildung bei der Polizei nach Bayern gezogen. Ihre Eltern, die noch in Sachsen leben, sind bei ihr im Krankenhaus. Sie wurden kurz nach der Tat mit dem Hubschrauber nach München geflogen.

Diese Meldung wurde in den Bayern3-Nachrichten um 14 Uhr gesendet.


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