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Umfrage zum Riedberger Horn Mehrheit ist gegen den Bau der Skischaukel

Das Ergebnis ist deutlich: Eine Mehrheit der Bayern ist gegen den Bau der umstrittenen Skischaukel am Riedberger Horn im Oberallgäu. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Landesbundes für Vogelschutz hervor.

Von: Jochen Eichner

Stand: 19.01.2017

80 Prozent der Befragten sprechen sich gegen den Ausbau des Skigebiets am Riedberger Horn aus – und zwar in ganz Bayern. Der Landesbund für Vogelschutz, der die Umfrage in Auftrag gegeben hatte, sieht den geplanten Bau der Skischaukel als gesamtbayerisches Thema – deswegen wurden Menschen im gesamten Freistaat um ihre Meinung gebeten.

"Bevölkerung will die Skischaukel nicht"

Doch auch die Menschen im Allgäu wollen, dass alles so bleibt, wie es ist: 78 Prozent der dort Befragten sind gegen den Bau eines Skilifts zwischen den Skigebieten Balderschwang und Grasgehren. Auch bei den Anhängern der CSU ist der unbeliebt – nur 17 Prozent der CSU-Wähler sind für den Bau der Skischaukel in einer eigentlich vom Alpenplan streng geschützten Zone. Insgesamt findet das Projekt bei nur zehn Prozent der Bayern Fürsprecher. Für den LBV-Vorsitzenden Norbert Schäffer spricht dieses Umfrageergebnis eine deutliche Sprache:

"Das kann man nicht wegdiskutieren: Die Bevölkerung will diese Skischaukel nicht und wir hoffen, dass sich das Kabinett nun danach richtet."

LBV-Vorsitzender Norbert Schäffer

Für die Umfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut TNS-Emnid über 1.000 Bayern zum geplanten Skilift im Oberallgäu befragt.

Im vergangenen Jahr hatten die Bewohner von Obermaiselstein und Balderschwang mit großer Mehrheit für den Bau des Skilifts gestimmt – deswegen machte die Staatsregierung Ende November den Weg für den Bau des umstrittenen Projekts frei.

  • Jochen Eichner | Bild: BR/Martin Binder Jochen Eichner

    Reporter für die Bayern- und die Schwabenredaktion sowie BR-Klassik


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Ein Balderschwanger, Freitag, 20.Januar, 20:22 Uhr

6. Grenzen auflösen .... auch im Kopf

Es ist für mich leider nicht ganz zu verstehen, warum jetzt auf einmal 1.000 Stimmen aus Bayern als repräsentativ dargestellt werden und die knapp 1.100 Stimmen aus Balderschwang und Obermaiselstein als Minderheit von 0,001 % der Bayerischen Bevölkerung dargestellt werden.
Dass diese aktuelle, vom LBV (einem der größten Liftgegner) durchgeführte Umfrage, jetzt als qualitativ hochwertiger angesehen wird, als unsere eigene Meinung, zeigt mir mal wieder, dass viele Menschen, viel REDEN, aber nichts SAGEN.
Was ich mich immer noch frage…. wenn die Grenze um 4 km weiter östliche verlaufen würde, würde dann über dieses Projekt genau so viel diskutiert werden. (Für alle nicht so ganz ortskundigen… da ist Österreich)

Dr. Halef, Donnerstag, 19.Januar, 12:28 Uhr

5. Hoffnung

Gut, dass es noch Vernunft gibt in diesem Land und nicht nur "Bedarf" an Fun, Freizeitspaß und Rendite.
Und es gibt noch Viele, die nicht nur bis zur eigenen Nasenspitze denken und die Schönheit ihrer Heimat und die Natur hoch halten.
Und bestimmt werden Wir noch mehr!
Und das ist gut so!

Schorsch, Donnerstag, 19.Januar, 10:05 Uhr

4. Sehr geehrter Herr Seehofer, sehr geehrter Herr Söder,

wie Sie doch immer behaupten, ist Ihnen die Meinung des Volkes am Wichtigsten. Hier haben sie nun eine klare Meinung des Volkes präsentiert bekommen.
Bleiben Sie also Ihren Richtlinien treu und handeln Sie nach denen, die sie wählen und auch bezahlen.
Stoppen sie dieses sinnlose Projekt und handeln Sie nach dem willen der Mehrheit des bayerischen Volkes.
Vielleicht dankt es Ihnen der Wähler ja mit Wählerstimmen.
Und zusätzlich wird Ihre schon sehr lädierte Glaubwürdigkeit wieder etwas aufpoliert.

Viele Grüße aus dem schönen Allgäu!

  • Antwort von Peter, Donnerstag, 19.Januar, 11:14 Uhr

    Ich bin gespannt, wer in Bayern die a b s o l u t e Mehrheit ist - nein, ich weiß es schon.......

Artus, Donnerstag, 19.Januar, 09:39 Uhr

3. Populist Söder ratlos

Das war doch zu erwarten. Leider ist zu erwarten, dass der Populist Söder auch in Zukunft nicht nach Sachlage, Recht und Gesetz entscheidet.
Einen solchen Mann brauchen wir nicht als Ministerpräsidenten.

Allgäuer, Donnerstag, 19.Januar, 09:38 Uhr

2. Schneeloch? Von wegen!!!

Schön zu sehen, dass die meisten Leute verstehen, dass es einfach keinen Sinn mehr macht, Millionen in Dinge zu stecken, die in Zukunft nicht mehr wirklich funktionieren. Ganz abgesehen vom Eingriff in die für uns lebenswichtige Umwelt. Und weil die Aussage der Liftbetreiber mal kam, da oben sei ein sicheres "Schneeloch". Bis zum Januar war an der Sesselanlage überhaupt kein Skibetrieb, weil schlicht zu wenig Schnee lag. Nur beim gegenüberliegenden Schlepper konnte mit Beschneiung die Hauptpiste hin gezimmert werden.
Ein schneesicheres Loch hat für mich bereits Mitte November Schnee!!!