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B5-Interview der Woche Ulrich Wilhelm verteidigt Forderung nach Anpassung des Rundfunkbeitrags

Der neue ARD-Vorsitzende und Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, hat seine Forderung nach einer moderaten Erhöhung des Rundfunkbeitrags verteidigt. Im B5-Interview der Woche sagte er, zumindest die Teuerungsrate sollte ab 2021 ausgeglichen werden, um tiefe Einschnitte im Programm verhindern zu können.

Stand: 13.01.2018

Ulrich Wilhelm wies darauf hin, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten seit Jahren einen konsequenten Sparkurs fahren, der auch fortgesetzt werde. „Aber“, so der ARD-Vorsitzende wörtlich, „Sparen und der Ruf nach einem Teuerungsausgleich schließen sich ja nicht aus.“

Auch der Bayerische Rundfunk habe den Ansporn, die Qualität seiner Fernseh- und Radioprogramme trotz Einsparungen halten zu können. Dies sei aber nach 2021 nur möglich, wenn dann die Teuerungsrate ausgeglichen werde. Der Großteil des Publikums habe dafür  auch Verständnis - so wie es nachvollziehbar sei, dass hin und wieder auch Krankenhäuser, der öffentliche Nahverkehr oder Universitäten auf steigende Preise reagieren müssten.

"Ansprüche von Zuschauern und Hörern erfüllen"

Dass die ARD auch beträchtliche Beträge für Sportrechte ausgibt, begründete Wilhelm mit den Worten,  Sport gehöre für ganz viele Menschen zum Leben dazu. Deshalb habe man auch hier die Aufgabe, die Ansprüche von Zuschauern und Hörern zu erfüllen. Allerdings gebe es hier Grenzen. Der ARD-Vorsitzende wörtlich:

"Wo wir uns etwas nicht leisten können, müssen wir auch mal verzichten."

Ulrich Wilhelm, ARD-Vorsitzender

Man gehe in jedem Fall sorgsam mit dem öffentlichen Geld um, das einem anvertraut werde, so Wilhelm.


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