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Türkische Nationalisten Erdogan-nahe Partei in Bayern gegründet

In Nürnberg ist der bayerische Landesverband der Allianz Deutscher Demokraten gegründet worden. Die Erdogan-nahe Partei richtet sich hauptsächlich an türkischstämmige Deutsche.

Von: Beate Greindl

Stand: 06.12.2017

Die Allianz Deutscher Demokraten, kurz AD Demokraten, wurde 2016 gegründet. Auslöser war die Armenien-Resolution des Bundestages. Für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und seine Anhänger ein Affront. Remzi Aru, der damals Auftritte von Erdogan in Deutschland organisiert, gründet die Partei in Nordrhein-Westfalen. Sie richtet sich vor allem an türkischstämmige Deutsche und Türken, die in Deutschland leben.

Wahlkampf mit Erdogan

Wahlplakat der AD Demokraten in Nordrhein-Westfalen mit einem Portrait von Recep Tayyip Erdogan.

Die neue Partei ist bereits bei den NRW-Landtagswahlen und bei der Bundestagswahl angetreten. Im Wahlkampf spielt Erdogan eine große Rolle. Mit seiner Politik wollen die AD Demokraten Mitglieder und Wähler locken. Auf den Wahlplakaten ist Erdogan abgebildet. Eine offizielle Verbindung oder finanzielle Mittel durch Erdogan oder die AKP gäbe es nicht, so die Parteifunktionäre der Allianz Deutscher Demokraten.  

"Wenn innerhalb der zweitgrößten Gruppe in Deutschland das Gefühl vorhanden ist, in Deutschland nicht vertreten zu sein - und wir wissen, dass dieses Gefühl da ist - dann ist es ganz normal, dass eine so große Gruppe auch eine politische Stimme haben möchte."

Ramazan Akbas, stellv. Parteivorsitzender AD Demokraten

Erzkonservatives Parteiprogramm der AD Demokraten

Die Allianz Deutscher Demokraten wurde 2016 von Remzi Aru, der der damals Auftritte von Erdogan in Deutschland organisierte, gegründet.

Einige Aussagen im Parteiprogramm sind erzkonservativ bis reaktionär. Etwa in Bezug auf Sexualkundeunterricht oder Gleichberechtigung von Homosexuellen. Außerdem fordern die AD Demokraten die Einführung von Türkisch als gleichwertige Sprache, zum Beispiel in Schulen. Bei Parteiveranstaltungen beziehen sich die AD Demokraten häufig auf ihre osmanischen Wurzeln und die glorreiche Geschichte ihrer Ahnen.

Gegengesellschaft statt Integration?

Der migrations- und integrationspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion hat Bedenken bei den AD Demokraten.

Integrationspolitiker der etablierten Parteien kritisieren das nationalistische Auftreten der AD Demokraten. Auch wenn die Mehrheit der türkischen Gemeinschaft sich bislang nicht angesprochen fühlt, befürchten sie, dass die Partei nicht nur eine Parallelgesellschaft befördert, sondern einen Gegengesellschaft aufbauen will und so die türkischstämmige Gemeinschaft in Deutschland spaltet.

"Wir wollen, dass die Mehrheitsgesellschaft und die Migrantinnen und Migranten miteinander ins Gespräch kommen und sich nicht separieren. Diese neue Partei macht genau das Gegenteil."

Arif Taşdelen, migrations- und integrationspolitischer Sprecher SPD-Landtagsfraktion

Ein weiterer Vorwurf: Wie die Erdogan-Partei AKP grenzten sich auch die AD Demokraten nicht klar ab von rechtsextremistischen Gruppen wie den Grauen Wölfen oder Verbänden wie Milli Görüs. 

"Tatsache ist, dass sich die Unterstützer der AKP in Deutschland gegenüber rechten und rechtsradikalen Gruppen eben nicht abgrenzen, sondern hier sucht man das Bündnis, um Stärke zu zeigen."

Ahmet Senyurt, BR-Türkei-Experte

Ärger mit Parteikürzel

Die AfD hat eine einstweilige Verfügung gegen die Allianz Deutscher Demokraten erwirkt. Demnach darf die Partei derzeit ihr Namenskürzel mit den drei Anfangsbuchstaben nicht verwenden. Die AfD begründete ihren Antrag damit, dass die Namenskürzel sonst zu ähnlich klängen.


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Yilmat, Donnerstag, 07.Dezember, 06:31 Uhr

70. Parteigründung

Endlich eine partei denn ich wählen kann Alle die anderen vertreb mich überhaupt nicht

T.W, Donnerstag, 07.Dezember, 05:56 Uhr

69. AD Partei

Schön,die Mehrheit in der Zukunft für diese Partei ist sicher.

Heidemarie, Donnerstag, 07.Dezember, 05:37 Uhr

68. Sehr interessant und aufschlußreich!

Jeder sollte mal das Buch (Spiegel-Bestseller) von " Sabatina James: SCHARIA in Deutschland" lesen.

Wanda, Donnerstag, 07.Dezember, 02:19 Uhr

67. Erdowahn

Aha: eine Allianz deutscher(?) Demokraten, die am liebsten den überaus liberalen Muster-Demokraten Erdogan als Regierungschef haben möchten ? Zumindest suggeriert das die Plakataktion. Vielleicht auch noch in Deutschland ? Wäre eigentlich doch nur logisch: wem in Deutschland zwei Staatsbürgerschaften erlaubt werden, der darf auch auf irgendwie 2 Regierungschefs bestehen. Dass wir darauf noch nicht gekommen sind...
Allmählich muss man Sarrazin ernster nehmen: Deutschland ist wirklich dabei sich abzuschaffen...

Raffaey, Mittwoch, 06.Dezember, 23:14 Uhr

66. Turkische partai

Ich verstehe nicht was diese turkische erdogan fanatiker hier in deutschland wollen wenn er so gut ist bitte zürück in eure land feiert mit ihm mit hier ist deutschland wir sind crist hier ist europa und fie deutsche lass sich alles gefallen sogar bekomme von turkische bank kredite hier haus zu kaufen aber dann nur an turke wieder verkaufen wenn hier partai grunde wollen bitte in turkey ...nicht hier raus mit leute die hier sich nicht anpassen wollen die städte sterben an gute geschefte überall ist eine bazar geworden einfach zuviel .arme deutschland schade die werde in paar jahre zu sklave macher und mussen eir für den arbeiten erdogan sagte schön jeder muss 5 kinder nacher (wir zahlen sozialamt dank aber alte deutsche die gearbeität haben bekommen eine misere an rente obwohl bezahlt haben die schmarozer aber bekommen alles wohnung die es in der turkey nicht mal treume könnte hier aber haben schlaraffland aber es reicht noch nicht politiker doll auch dort schau nicht alles gefall

  • Antwort von Fatih , Donnerstag, 07.Dezember, 00:07 Uhr

    Wenn Sie wüssten was ich und andere für Steuern zahlen. Meine Eltern haben 40 Jahre hart in Deutschland gearbeitet und waren keinen Tag arbeitslos. Und klar, gezahlt haben sie pünktlich mit ihrem Lohn. Für was? 1000 € Rente. Man sollte die sozial Schmarotzer benennen und in Statistiken ermitteln. Die sogenannten Türken wie es hier versucht wird darzustellen sind es lange nicht mehr. Sicher gibt es den einen oder anderen. Da kann man gerne jeden Hans Wurst gegen rechnen der sein Sozialgeld am nächsten Kiosk versäuft.