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Nordkorea-Konflikt Trump droht weiter - und hofft auf Frieden

Donald Trump hält weiter seinen harten Kurs gegenüber Nordkorea. Doch nach mehreren deutlichen Drohungen in der vergangenen Woche kamen am Freitagabend dann auch mal mildere Töne von ihm. Chinas Präsident Xi mahnt indes zur Zurückhaltung.

Von: Martina Buttler

Stand: 12.08.2017

US-Präsident Trump, Außenminister Rex Tillerson und UN-Botschafterin Nikki Haley in Bedminster am 11.8.2017 | Bild: REUTERS/Jonathan Ernst

"Niemand liebt eine friedliche Lösung mehr, als Präsident Trump. Das kann ich Ihnen sagen."

US-Präsident Donald Trump

Er hoffe, dass sich das alles lösen lasse. Noch am Freitagmorgen hatte Trump getwittert, dass die militärischen Lösungen nun komplett einsatzfähig seien. Später kündigte er an, dass er seinen Worten auch Taten folgen lassen würde:

"Ich hoffe, die verstehen die ganze Tragweite meiner Worte. Was ich gesagt habe, meine ich. Diese Worte sind sehr einfach zu verstehen."

US-Präsident Donald Trump

Verteidigungsminister setzt auf Diplomatie

Der US-Präsident betonte, ihn würden Millionen Amerikaner unterstützen. Kritik käme nur, weil er, Donald Trump, diese Worte ausspreche. Verteidigungsminister James Mattis hatte versucht, etwas Schärfe aus dem Konflikt zu nehmen. Er hatte betont, die Diplomaten seien am Zug. Doch sein Vorgesetzter, Oberbefehlshaber Trump, macht weiter mit seinen verbalen Attacken gegenüber dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un:

"Wenn er irgendwas gegen Guam unternimmt, gegen US-Territorium oder gegenüber unseren Verbündeten, dann wird er es bereuen. Und er wird es schnell bereuen"

US-Präsident Donald Trump

Merkel mischt sich ein

Am 21. August soll ein bereits länger geplantes gemeinsames Manöver von US-Truppen mit Südkorea beginnen. Auf Guam werden die Bewohner inzwischen darüber informiert, wie sie sich bei einem Angriff verhalten, wo sie Zuflucht suchen sollten. Angela Merkels Statement, sie sehe keine militärische Lösung des Konflikts, wischt Trump freundlich aber bestimmt vom Tisch:

"Sie spricht wohl für Deutschland. Lasst sie das machen. Sie ist eine Freundin von mir, eine sehr gute Frau, eine Freundin von Ivanka. Sie bezieht sich wohl auf Deutschland, ganz sicher aber spricht sie nicht für die USA."

US-Präsident Donald Trump

Xi mahnt zur Mäßigung

Der chinesische Präsident Xi Jinping rief in einem Telefonat mit Trump alle Parteien zur Mäßigung auf. Alle Beteiligten sollten Äußerungen oder Handlungen vermeiden, die die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel anheizen würden, sagte Xi laut staatlicher chinesischer Medien. Das Weiße Haus erklärte, beide Präsidenten seien sich einig gewesen, dass Nordkorea sein "provokatives und eskalierendes Verhalten" beenden müsse. China ist der engste Verbündete Pjöngjangs.

Am Montag will der US-Präsident seinen Urlaub kurz unterbrechen und in Washington eine Pressekonferenz geben. Dass sich Trumps Ton bis dahin abmildert, ist derzeit nicht abzusehen.


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Francesco, Samstag, 12.August, 11:11 Uhr

1. Für mich ist...

dieser Mann krank. Günstigstenfalls handelt es sich bei ihm "nur" um ein Kleinkind dessen Persönlichkeitsstruktur von Minderwertigkeitskomplexen geprägt ist. Seine unternehmerischen Erfolge basieren auf Mafia-Strukturen und machen ihn erpressbar. USA kann nicht als Unternehmen geführt werden. Ich hoffe nur, die USA erkennen das, bevor die Welt brennt.

  • Antwort von vielfahrer, Samstag, 12.August, 11:35 Uhr

    @Francesco
    Leider haben fast 50% den gewählt (über Wahlmänner/Frauen).
    Denke ist nun zu spät, - selber Schuld!
    Nordkoreas "Führer?" ist auch ein Psycho) und nun kommt noch Venezuela mit hinzu.! Drohungen, seitens USA?
    Wie kann man beide (3) stoppen. Fußvolk blutet, und zahlt dann halt.
    O.K. - 7 Mrd. Menschen sind auch zuviel auf diesem Planeten. :-(

  • Antwort von Atze, Samstag, 12.August, 12:36 Uhr

    @Vielfahrer
    Ihre Aussage über 7 Mrd. Menschen ist zynisch.

  • Antwort von Barbara, Samstag, 12.August, 13:55 Uhr

    Atze, Sie mögen es als "zynisch" betrachten, daß sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten zuviel sind. Bitte bedenken Sie, daß es in der Bibel, im 1. Buch Genesis klar heißt, "ihr sollt die Erde ER-füllen, aber nicht ÜBER-füllen!" Dies ist das Gebot Gottes an die Menschen! Vor diesem Hintergrund ist es nicht zynisch, zu sagen, daß sieben Milliarden zuviel sind; vermutlich sind es nämlich schon rund zehn Milliarden! Das ist eben für diesen Planeten Erde nicht mehr verkraftbar! Jede Überfüllung und jede Übervölkerung ist ein Übel! Auch Deutschland ist bereits übervölkert!

  • Antwort von Francesco, Samstag, 12.August, 17:11 Uhr

    @Vielfahrer

    Sie haben ja recht, aber ich bin ziemlich sicher, die Amerikaner/innen haben nicht Trump, sondern "Nicht-Clinton" gewählt. Außerdem habe ich einen Artikel gelesen, wonach 7 von 10 junge Amerikaner zwischen 0 und 35 Jahren auf der Weltkarte nicht anzeigen konnten, wo Nordkorea liegt (einige haben auf USA gezeigt....) Das aber nur am Rande.