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Ökumenischer Gottesdienst in Bad Aibling Gedenken an die Opfer des Zugunglücks

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in Bad Aibling haben die katholische und evangelische Kirche der Opfer des Zugunglücks gedacht. "Nur gemeinsam kann dieses Unglück getragen werden", sagte Kardinal Marx. Zusammen mit der Regionalbischöfin Breit-Keßler hielt er den Gedenkgottesdienst.

Stand: 15.02.2016

Der Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg in Bad Aibling wurde am Sonntagnachmittag live im Bayerischen Fernsehen, im Hörfunksender B5 aktuell und im Livestream auf BR24 übertragen. Eingeladen waren vor allem Angehörige der elf Todesopfer, Unfallbeteiligte, Rettungs- und Hilfskräfte. Auch Vertreter der Staatsregierung und der Politik nahmen teil. Wegen des großen Andrangs wurde der Trauergottesdienst auch in ein Pfarrheim und eine Turnhalle in der Nähe der Kirche übertragen.

"Nur gemeinsam kann dieses Unglück getragen werden. Das gilt besonders für Sie, liebe Angehörige der Verstorbenen. Wir wollen an Ihre Lieben erinnern, für sie beten und ein Zeugnis der Hoffnung geben – trotz dieses schrecklichen Ereignisses."

Reinhard Kardinal Marx, Katholischer Erzbischof von München und Freising

Elf Tote, 80 Verletzte

Am Faschingsdienstag wurden beim Zusammenstoß zweier Regionalzüge bei Bad Aibling im oberbayerischen Landkreis Rosenheim elf Menschen tödlich verletzt. 17 Passagiere wurden schwer verletzt, 63 leicht. Die Unfallursache ist noch unklar. Über 600 Einsatzkräfte waren stundenlang im Einsatz, um die Opfer zu bergen und die Verletzten zu versorgen. Da die Unglücksstelle schwer zu erreichen war, wurden die Menschen teilweise mit Seilwinden aus der Luft geborgen und anschließend weitertransportiert. Auch Bergwacht und Wasserwacht waren dabei im Einsatz, ebenso Helfer aus Österreich.

"Sie müssen einen Schmerz tragen, der Sie zu zerbrechen droht. Wir wollen miteinander tragen, was unerträglich ist."

Susanne Breit-Keßler, Ev. Regionalbischöfin für München und Oberbayern

Einsatzkräfte räumen am 12.02.2016 die Unfallstelle der verunglückten Regionalzüge in Bad Aibling (Bayern). Am Dienstagmorgen waren auf der eingleisigen Strecke in Oberbayern zwei Regionalzüge frontal ineinandergerast.  | Bild: pa/dpa/Peter Kneffel zum Video mit Informationen Zugunglück Bad Aibling Bergungsarbeiten weitgehend abgeschlossen

Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle in Bad Aibling konnten bis auf einen Waggon abgeschlossen werden. Frühestens Mitte der Woche soll die Unglücksfahrt rekonstruiert werden. Die Unglücksursache ist weiterhin offen, viele Zeugen sind noch nicht vernommen worden. [mehr]

Am Sonntag war die Unfallstelle weitgehend freigeräumt. In Kürze soll zunächst mit der Reparatur der beschädigten Schwellen im direkten Unfallbereich begonnen werden. Frühestens Mitte der Woche ist dann geplant, zwei Züge aufeinander zufahren zu lassen, um den Unfall nachzustellen. Dabei sollen die technischen Anlagen, Bremsvorgänge und Kommunikationsverfahren überprüft werden. Bis die Unfallursache feststeht, können noch Wochen vergehen, so Polizei und Staatsanwaltschaft.

Wann genau der reguläre Zugverkehr zwischen Holzkirchen und Kolbermoor wieder aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Zwischen Rosenheim und Holzkirchen ist bis auf Weiteres ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Redemanuskripte

Falls Sie noch Fragen zum Trauergottesdienst haben oder die Ansprachen bestellen wollen, kontaktieren Sie bitte gottesdienst@br.de


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Hodek Silvia, Montag, 15.Februar, 11:59 Uhr

20. Kirchengegne

könnt Ihr Euch nicht ein anderes Forum suchen um Eueren Frust über Kirchen und Christen loszuwerden?
Das Unglück von Bad Aibling ist ganz gewiss nicht die richtige Plattform dafür.
Nennt Ihr Euch wirklich "Menschen"? Menschliche Wesen zeigen ihr Mitgefühl in dieser Situation und wollen nicht Andere von der eigenen Weltsicht überzeugen.

Gertraud Piehler, Montag, 15.Februar, 10:31 Uhr

19. Trauer um die Opfer und der Angehörigen vom Zugunglück in Bad Aibling

Wir trauern um die Opfer und der Angehörigen von dem schrecklichen Zugunglück in Bad Aibling.

Gabriele Kahl, Montag, 15.Februar, 09:08 Uhr

18. Helfer

Es war ein schöner Gottesdienst - ich hätte mir noch etwas mehr Wärme und persönliche Ansprache gewünscht
Allen Helfern von Rettungsdiensten und Feuerwehren wurde gedankt - auch den Notfallseelsorgern.

Die Bestatter hat man wieder einmal vergessen! Sie haben sowohl Berührungen mit den Verstorbenen wie auch Kontakt zu den Hinterbliebenen.
Bestimmt ist das nicht leichter - als der Dienst den die Anderen geleistet haben. Schade dass man diesen Menschen keinerlei Beachtung und Dank zollt.

Darüber sollte doch bitte einmal nachgedacht werden!

Wonderer, Montag, 15.Februar, 05:21 Uhr

17. Leben und Leben lassen...

...da war doch mal was in Bayern?

Man staune nicht schlecht, Wichtigtuer mit schäbigen Gedanken gibt es also doch genug in Bayern. Oder sind das auch wieder "ferngesteuerte" Schreiber?
Was man hier so ließt gehört eher in eine psychiatrische Praxis als in ein derartiges Forum.

Vasaller, Montag, 15.Februar, 02:35 Uhr

16. Unverständnis

Was sind hier nur für geistige Vasallen unterwegs?

Das ist traurig.