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E-Health Telemedizin soll Lücken schließen

Am 1. Januar tritt das E-Health-Gesetz in Kraft. Im Dezember hat der Bundestag das neue Gesundheitsgesetz beschlossen. Es zielt auf eine schnellere digitale Vernetzung im Gesundheitswesen ab. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml verspricht sich davon medizinische Verbesserungen für die Bürger in Bayern.

Von: Sandra Weber

Stand: 30.12.2015

Ärztin vor Bildschirm für Telemedizin | Bild: Bayerischer Rundfunk

Die Gewinner könnten die ländlichen Regionen in Bayern sein. Denn dort, wo immer mehr Arztpraxen schließen, kann die Telemedizin Lücken in der medizinischen Versorgung schließen. Ein Kernpunkt des neuen Gesetzes ist es, die Telemedizin zu stärken - also die ärztliche Behandlung von Patienten per Internet oder Telefon.

Sprechstunden Online

So werden Online-Videosprechstunden ab Juli 2017 in die vertragsärztliche Versorgung aufgenommen und so angemessen vergütet. Damit medizinische Daten künftig ausgetauscht werden können, werden die unterschiedlichen Computer-Systeme von Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäusern und Krankenkassen nach und nach vernetzt. So können sich auch Patienten auf dem Land in Zukunft leichter eine zweite Meinung von Spezialisten aus den Städten einholen.

Vorbild Schlaganfallversorgung

Melanie Huml

Bei der Schlaganfallversorgung funktioniert der Austausch über telemedizinische Netzwerke in Bayern laut Gesundheitsministerin Melanie Huml bereits sehr gut. Nun müsse es darum gehen, dass grundsätzlich alle Patienten in Bayern von einem solchen schnellen Informationsaustausch profitieren.


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