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Netzneutralität Telekom muss umstrittenes "Stream On"-Angebot nachbessern

Die Netzneutralität gilt als eines der Grundprinzipien des Internets, so wie wir es kennen. Der Telekom-Tarif „Stream On“ stand im Verdacht eben diese Netzneutralität zu verletzen. Nun hat die Bundesnetzagentur das Angebot geprüft.

Von: Christian Schiffer

Stand: 09.10.2017

Bundesnetzagentur | Bild: picture-alliance/dpa

Die Telekom muss ihr umstrittenes „Stream On“-Angebot nachbessern. Per „Stream-On“ können die Kunden der Telekom bestimmte Video- und Musikdienste nutzen, ohne dass das gebuchte Datenvolumen belastet wird. Netzaktivisten hatten den Tarif kritisiert, da er ihrer Meinung nach gegen die Netzneutralität verstößt. Demnach müssen alle Daten im Internet bei der Übertragung gleich behandelt werden, das Telekom-Angebot zementiere hingegen ein Zwei-Klassen-Internet.

Kritik am Kleingedruckten

Die Bundesnetzagentur hat nun den Stream-On-Tarif geprüft und entschieden, dass das Angebot im Wesentlichen zulässig ist. Allerdings muss die Telekom Details nachbessern, beispielsweise werde die  Streaming-Qualität bei Videostreaming zwar reduziert, bei Audiodiensten aber nicht. Der Stream-On-Tarif hat sich für die Telekom zu einem großen Erfolg entwickelt, sodass nun auch die Konkurrenz nachzieht.

Vodafone mit ähnlichem Angebot

Seit Ende September können Vodafone-Kunden in manchen Tarifen Zusatz-Optionen wählen, sodass der Datenverbrauch bestimmter Apps nicht aufs Volumen angerechnet wird. Die Bundesnetzagentur hat bereits angekündigt, dieses Angebot ebenfalls überprüfen zu wollen.


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