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Tarifverhandlungen Groß- und Außenhandel Nach Warnstreiks zurück an den Verhandlungstisch

In München werden heute die Tarifverhandlungen für die knapp 250.000 Beschäftigten im bayerischen Groß-und Außenhandel in der dritten Runde fortgesetzt. Zu der breit gefächerten Branche zählen neben dem Lebensmittel-und dem Pharmagroßhandel auch der Baustoff-und der Sanitärgroßhandel.

Stand: 19.06.2017

Ein Mitarbeiter kommissioniert am 29.10.2013 im Zentrallager des Pharma-Großhändlers "AEP direkt" in Alzenau (Bayern) eine Bestellung.  | Bild: picture-alliance/dpa

In München werden heute die Tarifverhandlungen für die knapp 250.000 Beschäftigten im bayerischen Groß-und Außenhandel in der dritten Runde fortgesetzt. Zu der breit gefächerten Branche zählen neben dem Lebensmittel-und dem Pharmagroßhandel auch der Baustoff-und der Sanitärgroßhandel. Die Positionen liegen noch ein gutes Stück auseinander.

Es ist an der Zeit, die Beschäftigten an der guten wirtschaftlichen Entwicklung zu beteiligen, erklärt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Gestartet ist Verdi mit der Forderung einer Entgelterhöhung um mindestens 110 Euro. Das entspricht 5,9 Prozent. Dass die Branche nach wie vor ein Zugpferd der bayerischen Wirtschaft ist, bestätigen auch die Arbeitgeber.

Angebot liegt auf dem Tisch

Ein Güterbahnhof

Trotzdem könne es ihrer Ansicht nach nur einen Abschluss mit Augenmaß geben, orientiert an der Produktivitätsentwicklung und an der Leistungsfähigkeit der einzelnen Unternehmen. So hat der Landesverband Groß-und Außenhandel in der zweiten Runde ein Angebot vorgelegt, das bei einer Laufzeit von 24 Monaten eine Erhöhung der Tarifentgelte in zwei Stufen von insgesamt 2,6 Prozent vorsieht.

Das ist der Gewerkschaft zu wenig, die auf die Großhandels-Abschlüsse der vergangenen Tage in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen hinweist. Dort wurde gleichlautend bei einer Laufzeit von 24 Monaten eine zweistufige Anhebung von insgesamt 4,5 Prozent erreicht. Mit 2,5 Prozent im ersten Schritt und mit weiteren 2,0 Prozent im zweiten Schritt. So werden die bayerischen Arbeitgeber heute ihr Angebot wesentlich verbessern müssen, um einen Tarifabschluss zu erreichen.


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