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Bericht über Trump-Äußerung "Er war verrückt, ein echter Spinner"

Neue Vorwürfe belasten US-Präsident Trump: Laut "New York Times" soll er im Gespräch mit Russlands Außenminister Lawrow über den geschassten FBI-Chef Comey gelästert haben. Zudem habe Comeys Entlassung den Druck in Sachen Russland-Ermittlungen von ihm genommen, so Trump.

Von: tagesschau.de

Stand: 19.05.2017

US-Präsident Donald Trump am 16.5.2017 | Bild: picture-alliance/dpa

Während US-Präsident Donald Trump zu seiner ersten Auslandsreise abgeflogen ist, sind in US-Medien neue schwere Vorwürfe gegen ihn laut geworden. Die "New York Times" berichtet, der US-Präsident habe bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in der vergangenen Woche erklärt, der Rauswurf von FBI-Chef James Comey habe Druck aus den Ermittlungen wegen der angeblichen Verstrickungen des Trump-Wahlkampflagers mit Russland genommen.

"Der Druck ist jetzt weg"

"Ich habe gerade den Chef des FBI gefeuert", sagte Trump der "New York Times" zufolge im Oval Office des Weißen Hauses zu Lawrow und dem russischen US-Botschafter Sergej Kislyak. "Er war verrückt, ein echter Spinner", sagte Trump laut einer Aufzeichnung des Gesprächs, das der Zeitung vorgelesen wurde. "Ich habe wegen Russland einen großen Druck verspürt. Der ist jetzt weg", sagte Trump demnach.

Trump war wegen des Treffens mit Lawrow und Kislyak bereits in die Kritik geraten, weil er an sie Geheimdiensterkenntnisse zu einer Bedrohung durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" weitergegeben haben soll. Er hatte die beiden am 10. Mai im Weißen Haus empfangen, einen Tag nach der Entlassung Comeys.

Trump wurde vorgeworfen, damit die FBI-Untersuchung zu den mutmaßlichen Russland-Kontakten seines Wahlkampfteams ausbremsen zu wollen. In dem Fall wurde vom Justizministerium mittlerweile ein Sonderermittler ernannt, der frühere FBI-Chef Robert Mueller.

Enger Mitarbeiter im Visier der Ermittler?

Die "Washington Post" veröffentlichte derweil einen Bericht, wonach bei den Russland-Untersuchungen nun auch ein enger Mitarbeiter Trumps aus dem Weißen Haus als "Person von Interesse" betrachtet werde. Es handele sich um einen hochrangigen Berater, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Bisher war bekannt gewesen, dass vor allem Trumps ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn und sein früherer Wahlkampfchef Paul Manafort im Zentrum der Ermittlungen stehen.


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