7

Regierungsbericht Fachkräfte fehlen schon jetzt

Stellen bleiben länger unbesetzt, auf eine offene Stelle kommen im Schnitt weniger Arbeitslose - laut der Bundesregierung hat der Fachkräftemangel in manchen Branchen und Regionen schon begonnen. Sie will jetzt gegensteuern.

Von: tagesschau.de

Stand: 30.08.2017

Ärzte in einem Operationsaal | Bild: picture-alliance/dpa

Die Bundesregierung sieht - trotz mancher Fortschritte - bei der Rekrutierung von mehr Fachkräften noch erheblichen Handlungsbedarf. Das ist das Fazit des neuen Fortschrittsberichts zum Fachkräftekonzept aus dem Bundesarbeitsministerium, den das Kabinett nach Angaben aus Regierungskreisen verabschiedete.

So werde die Besetzung offener Stellen mit Fachkräften für Unternehmen vielerorts schwieriger. Das betreffe einige Branchen und Regionen und zeige sich sich daran, dass die Anzahl der registrierten Arbeitslosen pro offener Stelle zuletzt deutlich gesunken sei. "Zum anderen nahmen die durchschnittlichen Vakanzzeiten im Laufe der Jahre zu", so der Bericht. Stellen blieben also länger als früher unbesetzt.

Studie: Rund drei Millionen Fachkräfte werden fehlen

Der Fachkräftemangel könnte das künftige Wirtschaftswachstum bremsen: Das Basler Beratungsunternehmen und Forschungsinstitut Prognos sagt in einer aktuellen Studie bis 2030 eine Fachkräftelücke von etwa drei Millionen und für 2040 eine von rund 3,3 Millionen voraus.

Als Hauptgrund für den drohenden Mangel führt Prognos die zunehmende Überalterung der deutschen Gesellschaft an: "Im Zuge des demografischen Wandels wird sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den nächsten 10 bis 20 Jahren erheblich verschärfen". Die Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter werde weiter kräftig sinken - um gut zehn Prozent bis zum Jahr 2040.

Hinzu komme, dass mit dem wachsenden internationalen Wettbewerb, anderem Konsumverhalten und der Digitalisierung manche Berufe an Bedeutung verlieren würden. Umgekehrt werde es an Menschen mit dem künftig dringend gefragten Fachwissen fehlen, so die Prognos-Wissenschaftler. Nach der Vorhersage der Forscher werden etwa viele Sicherungs- und Überwachungstätigkeiten wegfallen. Auch Lastwagenfahrer, Packer, Buchhalter, Kreditsachbearbeiter und Immobilienmakler müssten damit rechnen, dass ihre Arbeit durch elektronische Systeme weniger gebraucht werde. Dagegen werde es einen Mangel an Managern, Forschern, Ingenieuren, Ärzten, Pflegern und medizinischen Assistenten geben.

Nahles: "Mahnung zum Handeln"

"Wir sind bei der Fachkräftesicherung gut vorangekommen. Aber die Herausforderung bleibt riesengroß", schilderte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die Lage. Um Wohlstand und Wachstum abzusichern, müssten die Erwerbstätigen unterstützt werden, mit den Veränderungen und neuen Anforderungen in der Arbeitswelt umzugehen. Dabei müssten alle, unabhängig vom Geldbeutel, die gleichen Chancen haben.

"Der Fortschrittsbericht ist eine Mahnung zum Handeln", erklärte Nahles und warnte vor "Stillstand und Nichtstun". Notwendig sei eine gemeinsame Anstrengung aller Akteure, und zwar jetzt. Es müsse deutlich mehr in Bildung und Weiterbildung investiert werden.

Als positiv vermerkt der Bericht, dass die Erwerbsquote der Frauen im internationalen Vergleich mittlerweile auf einem hohen Niveau liege.


7

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Harald , Donnerstag, 31.August, 07:12 Uhr

7. Billige junge Fachkräfte fehlen

Jeder 50+ jährige mit einer realistischen Vorstellung von Gehalt und Arbeitszeit, der sich als studierter Informatiker bewirbt, wird ein anderes Bild zeichnen. Ich habe einige Bekannte in dieser Altersklasse, die erfahren sind in ihrem Job und mit 50+ nichts mehr finden. Darunter auch technische Berufe, Frauen die als Maschinenbau Ing. mal 5 Jahre wegen den Kindern zu Hause geblieben sind und jetzt nach jahrelanger Arbeitslosigkeit bei der AA bei Anträge beraten, Vertriebler, die mit erneuerbaren Energie auf das falsche Pferd gesetzt haben. Diese permanente Mitteilungen, das uns Fachkräfte fehlen können die meisten Mütter, Älteren und Dauerpraktikanten sicherlich nicht unterzeichnen.

marcus, Donnerstag, 31.August, 07:10 Uhr

6. Fachkräfte Mangel

Guten Tag, ich habe mich seit ca. 8 Monaten auf diverse Stellen beworben der Mittleren Führungsebene als Fachkraft mit 16 Jahren Führungserfahrung und einem alter von 43 Jahren. Meistens bin ich entweder zu teuer, was aber nicht direkt ausgesprochen wird obwohl ich mich rein nach Metalltarif einglieder - nicht als AT. Oder es gibt irgend eine Ausrede die immer sehr waghalsig ist.

Fakt ist das Wahlen anstehen und es davor immer eine angebliche Jobbelebung gibt die faktisch aber nicht da ist - DANKE .

Das ist bei der Partei die ich meine seit Konrad Adenauer so - "was kümmert mit mein Gerede von Gestern".

vor 10 - 12 Jahren haben alle gesagt es gibt viel zu viel Lehrer .... Heute fehlen 10.000 bis 15.000 Bundesweit ...klasse Planung.

Kitas werden auch dort aufgerüstet wo der Bedarf nicht da ist (Nachbarort) - Kohle verbrannt ....

Strassen werden Saniert und danach bauen wir die Umgehungsstrasse .....

USW. SCHADE ...nur 1000 Zeichen

  • Antwort von Personalbüro, Donnerstag, 31.August, 13:11 Uhr

    Sorry, marcus, aber ich hoffe, dass Sie Ihre Bewerbungen nochmal Korrektur lesen, bzw. lesen lassen, ehe Sie Sie einreichen.
    Rechtschreibung, Satzbau und Zeichensetzung wie oben gehen gar nicht in einer mittleren Führungsebene. Das zeugt nur von Schludrigkeit und Gleichgültigkeit bei gleichzeitig hoher Selbsteinschätzung.
    Und die Kunst ist, eben auf 1000 Zeichen eine Aussage auf den Punkt zu bringen.

Jürgen.H, Donnerstag, 31.August, 06:05 Uhr

5. Fachkräfte mangel

2Teil
soll vorzubeugen.

Aber jetzt wird es so langsam absurd, all die "Flüchtlinge" meist aus Afrikanischen Ländern(Früher als es noch nicht die PC gab)hießen sie Wirschafts bzw.Armutsflüchtlinge will man uns nun als die fehlenden Hochqualifizierten Facharbeiter verkaufen ,die unser Land dringend benötigt.Alle sollen bleiben dürfen,Asylanträge vereinfacht werden, damit diese schneller in Arbeit kommen.
Zur Zeit sind ca.51 Millionen Menschen auf der Flucht . Hereinspaziert kann ich da nur sagen.

Versüßen will man uns die Überflutung mit diesen Invasoren mit Sprüchen wie," Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.“
Von dieser Art der Bereicherung kann man jeden Tag in den Polizeiberichten lesen.
Einbrüche,Messerstechereien,Brandstiftungen,Körperverletzungen,Vergewaltigungen,Morden,Belästigung von jungen Mädchen und Frauen und der Terrorismus nicht zu vergesse.

Jürgen H, Donnerstag, 31.August, 06:02 Uhr

4. Fachkräfte mangel

1Teil
Ich kann die Lüge des Facharbeiter Mangel nicht mehr hören.
Hier mal ein paar Zahlen die man durch googlen leicht finden kann.
Wir haben in Deutschland ca.42,65 Millionen Erwerbstätige.
Durchschnittlich haben wir ca.2,9 Millionen Arbeitslose.
Offene Stellen gibt es ca.490.000 Stellen.
Alleine in NRW hatten wir allein im April ca.753.659 Arbeitslose davon ca.64.956 Jugendliche bis 25 Jahre die eine Arbeit suchten,und offene Stellen in NRW ca.112.110.
Viele der unter 25-Jährigen sind schon seit Jahren verzweifelt auf der Suche nach einem Job. EU-weit stellen sie ein Drittel der Langzeitarbeitslosen.
Und jetzt die große Frage, sind diese 2,9Millionen Arbeitslose alles nur Unqualifizierte Arbeitsscheue Sozialschmarotzer die nicht arbeiten wollen.
Und eine weitere Frage stellt sich da,warum nimmt man nicht die allein in NRW über 64.000 Arbeitslose Jugendliche, qualifiziert sie um diesen angeblichen "Facharbeiter Mangel " der uns mit aller Härte in den nächsten Jahren treffe

  • Antwort von Uwe Borchert, Freitag, 01.September, 11:04 Uhr

    Die angegebenen 43 Mio. Erwerbstätigen sind von der BA. Sieht man sich jedoch die Arbeitskräfteerhebung des statistischen Bundesamtes oder die Auswertungen des Sozio-Ökonomischen Panel an findet man für 2015 nur noch rund 40 Mio. Erwerbstätige. Die BA definiert rund 3 Mio. Erwerbslose die nicht als Arbeitslose nach SGB-III registriert werden kurzerhand zu Erwerbstägigen um. Und von den 40 Mio. Erwerbstätigen sind dann mindestens 4 Mio. minijobbende Nichterwerbspersonen. Etwa 3 Mio. Schüler und Studenten sowie etwa 1 Mio. Rentner. Bleiben also irgendwas um die 36 Mio. erwerbsttätige Erwerbspersonen. Laut statistischen Bundesamtes gab es 2015 um die 45 Mio, Erwerbspersonen gab bedeutet dies rund 9 Mio. Erwerbslose.

    Und die ½ Mio. Stellen sind die Stellenanzeigen in der Datenbank der BA. Davon sind die meisten aber Karteileichen oder Fake-Anzeigen. Insgesamt gibt es schon etwas über 1 Mio. Stellenanzeigen in Deutschland. Aber davon sind 90% Dummys und es gibt run 100 Tsd. offene Stelle

Gabi , Donnerstag, 31.August, 00:35 Uhr

3. Asylheime voll mit beruflich unbrauchbaren jungen Männern, keine Fachkräfte.

Das wird noch große Probleme und hohe Kosten verursachen. Dafür soll ich jetzt zum 4-mal Frau Merkel wählen?