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Rekord für Ökolandbau Bio-Bauern auf dem Vormarsch

Auf 1,25 Millionen Hektar Ackerflächen in Deutschland werden inzwischen Bio-Produkte angebaut. Der Ökolandbau stellte damit einen neuen Rekord auf. Doch die Ziele der Bundesregierung für die ökologische Landwirtschaft sind noch fern.

Von: tagesschau.de

Stand: 16.07.2017

Bio-Siegel, aufgenommen am 24.01.2017 auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin | Bild: picture-alliance/dpa/Monika Skolimowska

Die Bauern in Deutschland setzen immer stärker auf ökologische Landwirtschaft. Die Anbaufläche für Bio-Produkte erreichte 2016 mit bundesweit 1,25 Millionen Hektar eine neue Rekordmarke. Dies bedeute einen Anstieg um 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Durch den abermaligen Anstieg seien inzwischen 7,5 Prozent aller Ackerflächen in Deutschland ökologisch bewirtschaftet, heißt es in dem Bericht, der sich auf aktuelle Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung stützt. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Anbaufläche für Bio-Produkte diesen Angaben zufolge mehr als verdoppelt. Gleiches gilt für die Zahl der Öko-Betriebe, die 2016 auf 27.132 kletterte.

"Als wichtige Säule etabliert"

"Der Ökolandbau hat sich neben dem konventionellen Landbau als wichtige Säule der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft etabliert", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ungeachtet des kontinuierlichen Wachstums der Branche ist Deutschland noch weit vom Ziel der Bundesregierung entfernt, den Anteil des Ökolandbaus auf 20 Prozent der gesamten Agrarfläche zu erhöhen. Allerdings wurde für die Umsetzung dieses Ziels bislang kein konkretes Datum genannt.

Die Landwirtschaftsminister der EU stimmen am Montag in Brüssel über neue Regeln für den Ökolandbau ab. Damit sollen ab 2020 die Standards für Bio-Lebensmittel vereinheitlicht und die Kontrollen gegen Betrug verbessert werden. Schmidt will sich nach eigenen Worten dafür stark machen, dass das Wachstumspotenzial des Ökolandbaus nicht ausgebremst wird.


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Floh, Sonntag, 16.Juli, 12:52 Uhr

2.

Wo BIO draufsteht ist BIO drinn.

Francesco, Sonntag, 16.Juli, 09:47 Uhr

1. Bekanntlich packt......

... die Politik vor den Wahlen "alle" Themen an, die Wählerstimmen bringen bzw. kosten. Leider ist nach den Wahlen "alles" nicht mehr so wichtig. Was das Thema Landwirtschaft / Boi angeht, ist es jedoch höchste Zeit, dass endlich umgesteuert wird. Wir haben nämlich nur eine Welt !!! Subventionen und sonstige Unterstützungen müssen in die kleinen (Bio-) Betriebe laufen und nicht auch noch die "industriellen Bauern" gefördert werden. Aber mit unserem Landwirtschaftsminister wird das sicher nichts, das beweist er seit geraumer Zeit. Er ist, wie so viele seiner Kollegen, ausschließlich Lobby gesteuert. Leider, aber das / ihn kann man abwählen....

  • Antwort von Erich, Sonntag, 16.Juli, 11:23 Uhr

    Subventionen gehören alle weg, dann setzt sich Qualität automatisch durch.

  • Antwort von Wolf, Sonntag, 16.Juli, 12:09 Uhr

    @erich,
    wie üblich engstirniges Unwissen: ein Bergbauer kann OHNE Subventionen nicht überleben, da ist das Geld gut angelegt. Ohne Subventionen wird es keinen ökologischen Naturschutz geben....überlasst das Thema lieber Leuten die sich damit auskennen,zum Beispiel den Grünen!

  • Antwort von wm, Sonntag, 16.Juli, 13:45 Uhr

    @Erich

    Almwirtschaft dient der Landschaftspflege,und die hat halt ihren Preis!

    Mfg

  • Antwort von Erich, Sonntag, 16.Juli, 14:36 Uhr

    Wolferl,
    60% des gesamten EU Haushalts gehen in die Argrarsubventionierung. Das bei einem Anteil von 2% an der Gesamtwirtschaftsleistung. Wieviel mehr darf es den noch sein?
    Mit diesen Subventionen erwirtschaften wir so grosse Überschüsse die man nicht benötigt. Was machen wir mit den ganzen Überproduktion?
    Wir liefern das ganze Zeugs unter Preis nach Afrika und vernichten dort die Arbeitsplätze.

    Ps: Die Grünen, verstehen garnix.

  • Antwort von Erich, Sonntag, 16.Juli, 15:06 Uhr

    @WM,

    wie hat die Natur in den Bergen früher nur mit der Landschaftspflege ohne ausufernde Subventionen geschafft? Wie sahen Berge in früheren Jahrtausenden aus? Die waren bis zur Waldgrenze nicht blank!

    Übrigens ist eine Almwirtschaft ein Mückenschiss,
    gemessen am Gesamtproblem.
    Intensive Landwirtschaft die mit von Subventionen gekauften Giften wie Glyphosat alles vergiftet ist nur ein weiterer Teil des Wahnsinns.

  • Antwort von von gestern, Sonntag, 16.Juli, 17:09 Uhr

    @ erich: Aber die Blaubraunen habens drauf, was? Dass ich nicht lache ...

  • Antwort von Erich, Sonntag, 16.Juli, 17:41 Uhr

    @von gestern, was hat das Ganze jetzt mit der AfD zu tun???
    Das typische Totschlagsargument von einem, der sich mit Argumenten nicht mehr zu helfen weiß.

    Wenn Du was handfestes aufbringen kannst, nur zu. Ist dies nicht der Fall, steht es Dir frei, Dich weiter zu blamieren.

  • Antwort von Frische Luft, Sonntag, 16.Juli, 19:44 Uhr

    Stimmt, unser Landwirtschaftsminister (CSU) tut zuwenig dafür, dass mehr Landwirte umstellen auf Bio.
    Und er und Frau Merkel stellen sich in der Bundesregierung quer bei einem EU weitem Glyphsat Verbot. Die Umweltministerin Hendriks will ein Verbot, Merkel und Christian Schmidt (CSU) wollen weiter Glyphosat. Und wer für Glyphosat ist, der ist gegen Bio.

  • Antwort von von vorgestern, Sonntag, 16.Juli, 22:07 Uhr

    @ erich: was ihr wollt, wissen wir ganz genau. Der einzige, der sich blamiert sind sie.

    PS: Die Blaubraunen verstehen garnix.