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Wahl in Frankreich Macrons Bündnis erreicht absolute Mehrheit

Bei der zweiten Runde der Parlamentswahl in Frankreich hat das Bündnis von Präsident Macron laut ersten Prognosen die absolute Mehrheit der Sitze erreicht. Konservative und Sozialisten mussten herbe Verluste einstecken. Die Wahlbeteiligung dürfte noch niedriger sein als beim ersten Wahlgang.

Von: tagesschau.de

Stand: 18.06.2017

Macron am Wahltag | Bild: picture-alliance/dpa

Das Lager des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat eine absolute Mehrheit in der Nationalversammlung gewonnen, könnte aber schwächer abschneiden als erwartet. Nach ersten Prognosen verschiedener Institute kamen Macrons Mitte-Partei "La République en Marche" und ihre Verbündeten im zweiten Wahlgang am Sonntag auf 355 bis 425 der 577 Sitze. Konservative und Sozialisten erlitten schwere Verluste.

Die Wahltermine in diesem Jahr

Bewahrheiten sich diese ersten Trends, hätte Macron eine der größten parlamentarischen Mehrheiten seit Gründung der Fünften Republik 1958 - und weitgehend freie Bahn für seine sozialliberalen Reformen. Als eine der ersten Maßnahmen will er ein Gesetz für mehr Moral in der Politik durch die Nationalversammlung bringen. Es ist eine Reaktion auf Skandale wie die Scheinbeschäftigungsaffäre um den konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon. Zudem will Macron das Arbeitsrecht reformieren. Dabei drohen im Herbst neue Massendemonstrationen der Gewerkschaften und der Linken.

Bereits im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag war Macrons Bündnis mit 32,3 Prozent klar vorne gelandet. Anders als im ersten Wahlgang reichte in der zweiten Runde eine relative Mehrheit, damit ein Kandidat seinen Wahlkreis gewinnt.

Die Beteiligung war noch einmal deutlich schwächer als im ersten Wahlgang vor einer Woche. Bis 17 Uhr hatten nur 35,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Letzte Woche waren es zu diesem Zeitpunkt 40,8 Prozent.

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