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Flucht über das Mittelmeer EU fürchtet neuen Andrang aus Ägypten

Jeder zehnte Migrant beginnt seine gefährliche Flucht in Ägypten. Das zeigen einem Zeitungsbericht zufolge Zahlen der Bundesregierung. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz schlägt deshalb ein Flüchtlingsabkommen mit dem Land vor, das dem mit der Türkei ähneln soll.

Von: tagesschau.de

Stand: 23.09.2016

Ägypten - hier bei Protesten im Januar 2011 | Bild: picture-alliance/dpa

In der EU wächst einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge die Befürchtung, dass künftig weit mehr Flüchtlinge aus Ägypten nach Europa kommen könnten - vor allem, wenn die wirtschaftliche Lage der 92 Millionen Einwohner sich weiter verschlechtert. Ägypten hat sich nach Libyen zum zweitwichtigsten Ausgangsland für Migranten entwickelt, die über das Mittelmeer in die EU gelangen wollen. Jeder zehnte beginnt seine Reise hier, berichtete die "SZ" unter Berufung auf die Bundesregierung.

"Diesen Weg müssen wir einschlagen"

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat nun ein europäisches Flüchtlingsabkommen mit Ägypten vorgeschlagen, das sich an der Vereinbarung mit der Türkei orientieren soll. Damit solle dem Umstand Rechnung getragen werden, dass immer mehr Flüchtlinge von Nordafrika aus die Flucht über das Mittelmeer wagen, sagte Schulz der "Süddeutschen Zeitung".

"Diesen Weg müssen wir einschlagen", forderte er. Der Schutz der Flüchtlinge und die Bekämpfung des Schlepperwesens müssten im Vordergrund stehen, sagte Schulz weiter. Am EU-Türkei-Abkommen zeige sich, dass eine solche Zusammenarbeit möglich sei, ohne eigene Prinzipien aufzugeben. Das im März geschlossene Abkommen sieht vor, dass die Türkei Bootsflüchtlinge aus der Ägäis zurücknimmt.


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winfried, Freitag, 23.September, 14:13 Uhr

6.

Die Kommentatoren 1 und 2 haben völlig recht.

Ergänzend:
Schon heute ist das Erreichen von "Frontex"-Schiffen ein "sicherer" Weg nach Europa, später DE. Denn wer von "Frontex" aufgegriffen wird landet nicht etwa wieder in Afrika sondern auf EU-Festland. Zusätzlich sparen die Schlepper Boot-Entsorgungsaufwand und -kosten. "Frontex" erledigt das für sie.

Wusch, Freitag, 23.September, 13:11 Uhr

5. Seltsam

Da fordern Politiker also ein Abkommen.
Also mit einem Land das Hunderte zum Tode verurteilt hat,das foltert und Gleichgeschlechtliche verfolgt und verschwinden läßt.
Schämt Euch ihr sogenannten Volksvertreter.
Jeden Flüchtling aus Ägypten sofort zurückschicken,sämtliche Wirtschafts- und Militärhilfe einstellen.
Wie verlogen kann man nur sein.

wm, Freitag, 23.September, 12:52 Uhr

4. Das Ziel ist......

......Schlaraffenland Deutschland!!!

Raymond, Freitag, 23.September, 12:30 Uhr

3. handeln , statt immer nur ja wir ....

sicherlich braucht die Industrie , Arbeitskraefte ...das dies mit den Fluechtlingen nicht so einfach ist duerfte bekannt sein .....was wir ..so hart das auch klingen mag ..
nicht brauchen sind Millionen die wir versorgen muessen , das waere das Ende unseres Sozialsystems ..etwas das auch allzu besorgte Mitbuerger verstehen .
Es gibt mehr als genug Mitbuerger Europas die keinen Job haben ...unsere Regierung muss entlich begreiffen ...wollen wir Europa und unser System behalten .....bleibt nur eine drastische Rueckfuehrung der Fluechtlingsproblemes ... Leuten , von denen eigentlich niemand verfolgt ist ....die ein besseres Leben suchen ....

Lohengrin, Freitag, 23.September, 12:06 Uhr

2. Bitte agieren statt reagieren!

So so, nun ein Abkommen mit Ägypten. Glauben Sie, Herr Schulz, dass das Problem damit zu lösen ist? Ich bin sicher, dass sich die Migranten und ihre Schleuser sehr schnell neue Länder und Wege suchen werden. Wie wär`s mal mir agieren in Europa statt immer nur zu reagieren und schöne hohle Worte durch Taten im Sinne der Europäischen Bevölkerung zu ersetzen?