3

Handel erneut ausgesetzt Chinas Börse schmiert weiter ab

China hat den Yuan abgewertet und damit einen erneuten Kursrutsch ausgelöst. Der Handel an den Börsen in Shanghai und Shenzhen wurde zum zweiten Mal in dieser Woche für den Rest des Tages gestoppt. Es war der achte Tag in Folge, an dem die Notenbank den Yuan schwächte.

Stand: 07.01.2016

Nach dem zweiten Kursrutsch in dieser Woche ist der Börsenhandel in China erneut für den Rest des Tages ausgesetzt worden. Die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen waren um mehr als sieben Prozent gefallen und hatten damit den Handelsstopp erzwungen.

Zuvor hatte China seine Währung Yuan weiter abgewertet. Die Notenbank (PBOC) legte den Mittelwert des Yuan zum Dollar auf 6,5646 Yuan. Das bedeutete eine Abwertung um 0,5 Prozent zum Vortag und ist der niedrigste Wert seit März 2011. Es war zudem der achte Tag in Folge, an dem die Notenbank den Yuan schwächte. Investoren zeigten sich besorgt, dass die Wirtschaftmacht einen virtuellen Handelskrieg gegen seine Wettbewerber beginnt.

Schutzmechanismus greift erneut

Wie am Montag kam erneut der zum Jahresanfang eingeführte Schutzmechanismus zum Zuge, der bei einem Kursrückgang um mehr als fünf Prozent erst eine 15-minütige Unterbrechung und dann bei einem Minus von mehr als sieben Prozent einen völligen Abbruch des Handels vorsieht. Die Messlatte für diese Art Notbremse ist der China Securities Index (CSI) mit 300 führenden Werten an beiden Börsen. Nach dem Einbruch zum Wochenanfang hatte die chinesische Regierung Milliarden in den Markt gepumpt. Auch wurden neue Maßnahmen angekündigt, um die Kurse zu stützen, was zunächst auch kurzfristig gelungen war. Doch fehlt das langfristige Vertrauen der Anleger.

Die Unterbrechung des Handels in China am Donnerstag belastete auch wieder die Börse in Tokio. Angesichts der Turbulenzen plant die chinesische Wertpapieraufsicht nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg, das seit einem halben Jahr geltende und Freitag auslaufende Verkaufsverbot für einige Großinvestoren zu verlängern. Zuvor hatten die Aufseher schon angekündigt, "neue Maßnahmen" ergreifen zu wollen, die einen massiven Verkauf von Aktien "unwahrscheinlich" machen sollen.

Berg- und Talfahrt

Die Zentralbank pumpte diese Woche über sogenannte Reverse-Repo-Geschäfte so viele Milliarden in den Markt wie seit September nicht mehr. Dabei kauft die Notenbank Wertpapiere, wobei sie sich verpflichtet, diese zu einem vereinbarten Preis zu einem bestimmten Termin rückzuübertragen. Mit Stützungskäufen halfen auch staatlich kontrollierte Fonds, die Kurse wieder in die Höhe zu treiben. Nach einem spekulativen und häufig auch kreditfinanzierten Boom an den chinesischen Aktienmärkten seit 2014 waren die Kurse im vergangenen Sommer eingebrochen. Seitdem gibt es eine Berg- und Talfahrt, während die Regierung mit massiven Interventionen verzweifelt versucht, die Märkte zu stabilisieren.

powered by

Wetter

Das Wetter für Nord- und Südbayern heute und in den kommenden 2 Tagen
  Heute Morgen Sonntag
Nord leicht bewölkt; zum Wetter in Bayern heute 23° wolkig; zum Wetter in Bayern morgen 16° | 28° Gewitter; zum Wetter in Bayern übermorgen 13° | 23°
Süd leicht bewölkt; zum Wetter in Bayern heute 23° leicht bewölkt; zum Wetter in Bayern morgen 16° | 29° stark bewölkt; zum Wetter in Bayern übermorgen 14° | 24°

Nachts teils klar, teils wolkig, Abkühlung auf 18 bis 11 Grad

Verkehr

Viele und lange Staus an Baustellen und allgemeiner Ferienverkehr in ganz Bayern


3