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Bericht zur Kinderarmut Bayern steht vergleichsweise gut da

Bayern ist im deutschlandweiten Vergleich am wenigsten von Kinderarmut betroffen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Bundesweit ist die Armutsgefährdung für Kinder unter 18 Jahren in Oberbayern und der Oberpfalz am niedrigsten.

Stand: 11.01.2016

Kind auf einer Schaukel | Bild: picture-alliance/dpa

Insgesamt liegt die Anteil der Kinder, die armutsgefährdet sind, in Bayern bei 11,9 Prozent, die zweitniedrigste Quote hat Baden-Württemberg mit 12,7 Prozent. Bei den einzelnen Regionen steht Oberbayern am besten da, gefolgt von der Oberpfalz sowie den Regionen Tübingen, Freiburg und Unterfranken.

Besonders Ostdeutschland betroffen

Insgesamt bleibe die Kinderarmut in Deutschland auf einem hohen Niveau - wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung heute in Düsseldorf mitteilte. Fast jedes fünfte Kind (19 Prozent) lebt demnach in einem einkommensarmen Haushalt.

Besonders verbreitet ist Kinderarmut in den ostdeutschen Ländern - allerdings ist dort die Quote gesunken. Alleinerziehende und ihre Kinder seien besonders häufig von Armut betroffen. Die Forscher haben aktuelle Daten des Mikrozensus 2014 ausgewertet. Im Vergleich zum Höchststand Mitte der 2000er Jahre sei die Kinderarmut allerdings bundesweit zurückgegangen. Mit einer Quote von 33,1 Prozent hat Bremen den höchsten Anteil an armen Kindern in Deutschland.

Kinderarmut in Deutschland

Statistiker erwarten steigende Quote

Als arm gelten Haushalte, die über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügen. Für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren liegt die Grenze derzeit bei einem Nettoeinkommen von weniger als 1.926 Euro im Monat. Entscheidende Faktoren, um Kinderarmut zu verhindern, seien Berufstätigkeit und existenzsichernde Einkommen der Eltern, erklärten die Forscher. Für das Jahr 2015 gehen die Statistiker davon aus, dass die Armutsgefährdungsquote steigen wird. Als Grund nennen sie den Flüchtlingsandrang im vergangenen Jahr.

Im Zusammenhang mit der Kinderarmut hat erst kürzlich das Deutsche Kinderhilfswerk die zum Jahreswechsel vollzogene Erhöhungen  des Kindergeldes und des Hartz-IV-Regelsatzes für Kinder als "völlig unzureichend" kritisiert.

Armutsgefährdungsquote der Kinder unter 18 Jahren in Bayern:
Regierungsbezirk:Quote: 
Mittelfranken16,0 Prozent
Niederbayern14,0 Prozent
Oberbayern9,1 Prozent
Oberfranken14,2 Prozent
Oberpfalz9,6 Prozent
Schwaben13,1 Prozent
Unterfranken12,4 Prozent
Bayern gesamt11,9 Prozent

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HIMMELSSTÜRMER, Dienstag, 12.Januar, 09:52 Uhr

6. "Kinderarmut!"

Wen interessiert das? Keinem!! Es gibt NUR noch eines, die Hilfe für Migranten, wieviel können wir noch unterbringen, wo bekommen wir noch welche her und und und. Die eigenen Leute, vor allen Dingen unsere KINDER, interessierte nochmal NIE einer Merkel! Ihr ist immer schön wichtig, daß sie in der ganzen Welt gut da steht, indem sie laufend Milliarden ins Ausland transverriert und für die eigenen Leute, wie die Altersarmut noch nie interessiert hat. Warum regen wir uns noch auf, es ändert sich sowieso nichts, ERST 2017, da ist zwar ALLES schon zu spät ABER was soll´s unsere Politiker sind solche Haubendaucher, die dieser Frau nicht die Grenzen aufsetzen und da frage ich mich schon wo leben wir?? Ich kenne mein Land ebenfalls nicht mehr.

  • Antwort von christl, Dienstag, 12.Januar, 14:29 Uhr

    Sie sprechen mir aus der Seele!

qw, Dienstag, 12.Januar, 08:40 Uhr

5. Besorgte Bürger? Seehofer?

Warum gehen die "besorgten Bürger" nicht gegen Altersarmut und Kinderarmut auf die Strasse?
Warum klagt hier Seehofer nicht? Hier setzt sich Seehofer nicht ein, warum?
Kinder sind doch unsere Zukunft auch.
Wie in unserem Land mit alten Menschen umgegangen wird, ist entwürdigend. Viel zu wenig Pflegekräfte.

Erik, Dienstag, 12.Januar, 06:42 Uhr

4.

Für Flüchlinge werden Millarden aus dem Fenster geworfen, obwohl jeder normaldenkenden (keine Politiker oder sonstige Traumtänzer) genau weiß, dass dieses Geld nie mehr zurück kommt. Und für unsere Kinder ist kein Geld da? Und unsere "Bundeskanzlerin" steht da, Hände gefaltet und schreit "wir schaffen das".

Johann Graf, Montag, 11.Januar, 19:32 Uhr

3. Kinderarmut

Es ist ein Skandal, wenn in unserem Land, wo die Wirtschaft angeblich so stark ist, jedes fünfte Kind in Armut lebt. Es ist ein Skandal, dass es bei uns Tafeln braucht, weil sich Menschen trotz Arbeit die täglichen Grundbedürfnisse nicht mehr leisten können. Es ist ein Skandal, dass Menschen, die zum Großteil ohne eigene Schuld arm sind (Hartz IV), als Abzocker diskreminiert werden dürfen. Es ist ein Skandal, dass das rechte Gesindel mit seinem dumpfen Parolen gegen Flüchtlinge und Ausländer wieder Gehör findet. Und der größte Skandal ist, dass unsere Politik das alles nicht zur Kenntnis nimmt, weil kriminelle Lobbygruppen (z. B. die Autoindustrie und die peinlichen Gegner des Mindestlohns) zu viel Einfluss haben. Schämt Euch !!! Ihr lasst zu, dass die Menschen gegeneinander ausgespielt werden.

Erich Berger, Montag, 11.Januar, 18:12 Uhr

2. Kinderarmut

Was tut der Staat gegen Kinderarmut?
Was tut der Saat für Menschen die ohne Papiere in Deutschland einreisen?

  • Antwort von wm, Montag, 11.Januar, 18:49 Uhr

    @Erika Berger

    Ergänzend: Was tut der Staat gegen die dramatisch fortschreitende Altersarmut?
    Was tut der Staat für Menschen die sich unberechtigt in D aufhalten?

    Die Antwort liegt auf der Hand,oder?