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SPD-Vorsitz SPD-Vize Kohnen erwartet Ende der parteiinternen Personaldiskussion

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen verteidigt die Nominierung von Andrea Nahles für den Parteivorsitz. Nach der Ernennung von Olaf Scholz als kommissarischen SPD-Chef will sie jetzt über die Themen des Koalitionsvertrags reden.

Stand: 14.02.2018

Natascha Kohnen  | Bild: picture-alliance/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Die Personaldiskussionen in der SPD sind nach Ansicht der stellvertretenden Vorsitzenden Natascha Kohnen mit der Vorstands- und Präsidiumssitzung vom Dienstag beendet. In der radioWelt von Bayern 2 sagte sie: "Es muss jetzt endlich Ruhe in den Laden kommen. Wir müssen uns tatsächlich über den Koalitionsvertrag unterhalten und über die Sachen, die wir erreicht haben und da ist ja auch eine Menge drin".

Kohnen über Nahles: "Sie ist eine starke Frau"

Sie verteidigte noch einmal die Entscheidung, Andrea Nahles als Kandidatin für den SPD-Parteivorsitz zu nominieren. "Sie ist nicht nur eine starke Frau, sondern es ist auch Zeit für eine Frau an der Parteispitze", sagte sie dem SWR. Außerdem kenne Andrea Nahles die SPD in- und auswendig, was in den kommenden Monaten von großer Bedeutung sei: "Wir haben einen Erneuerungsprozess vor uns, der enorm viel Anstrengung von uns abfordert. Deshalb halte ich diesen Vorschlag für gut."

Kohnen tritt mit Scholz beim politischen Aschermittwoch auf

Mit Blick auf den mit CDU/CSU ausgehandelten Koalitionsvertrag äußerte sich SPD-Vize Kohnen optimistisch, dass die Basis zustimmen werde. Kohnen appellierte an die Parteimitglieder, die Übereinkunft mit der Union nicht leichtfertig abzulehnen: "Jetzt muss jeder in sich gehen und sich diese 177 Seiten Koalitionsvertrag angucken und sagen: Was ist drin? Was hat die Sozialdemokratie erreicht?" Kohnen, die auch bayerische SPD-Landesvorsitzende ist, kündigte an, in ihrer Rede auf dem politischen Aschermittwoch in Vilshofen für den Koalitionsvertrag zu werben. Dort tritt sie mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz auf.


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