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Ausbau des Flughafens München Söder verschiebt offenbar Entscheidung über dritte Startbahn

Braucht der Münchner Flughafen eine dritte Startbahn oder nicht? Die CSU wollte das Streitthema eigentlich vor der Landtagswahl im Herbst abräumen. Laut Medienbericht rückt der designierte Ministerpräsident Markus Söder jetzt von diesem Zeitplan ab.

Von: Antje Dörfner

Stand: 13.02.2018

Ein Flugzeug startet am Flughafen München. | Bild: picture-alliance/dpa

Einen zügigen Ausbau des Münchner Flughafens wird es wohl nicht geben. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will der designierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten und aus strategischen Gründen erst einmal auf Eis legen. Es gebe keinen Zeitdruck, sagte er nach Angaben der Zeitung bei einem Treffen mit CSU-Politikern.

Als Ziel für eine Fertigstellung der dritten Start- und Landebahn peile Söder nun das Jahr 2025 an, hieß es. Erst 2021 müsste so mit dem Bau begonnen werden. Söder wollte den Bericht auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks indes nicht bestätigen.

Neue Linie in der CSU

Die Landtags-CSU  hatte eigentlich auf eine schnelle Umsetzung der zusätzlichen Startbahn gedrängt. Dem Bericht zufolge trägt nicht nur die Landtagsfraktion nun Söders Pläne mit. Auch CSU-Kommunalpolitiker unterstützten die neue Linie. Der Münchner SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter fühlt sich nach wie vor an den Bürgerentscheid von 2012 gebunden, bei dem die Münchner sich gegen die Startbahn ausgesprochen hatten.

Söder gilt als klarer Befürworter des Flughafen-Ausbaus. Der designierte Ministerpräsident will laut "SZ" die Debatte darüber völlig neu aufrollen. Und nicht über nur die dritte Startbahn reden, sondern auch über die Verkehrsanbindung des Flughafens, ein Konzept für die Anwohner und ob der Bund und die Stadt München ihre Flughafen-Anteile behalten wollen.


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