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NetzDG So melden Sie Hass-Posts bei Google, Facebook und Twitter

Seit ersten Januar müssen große soziale Netzwerke ihren Nutzern die Möglichkeit bieten, rechtswidrige Inhalte zu melden. Die Übergangsfrist des sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes ist abgelaufen. Die Formulare sind teilweise schwer zu finden. So geht es bei Google, Twitter und Facebook.

Von: Achim Killer

Stand: 02.01.2018

NetzDG Facebook | Bild: Facebook / Screenshot BR

Die Übergangsfrist des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes ist abgelaufen. Seit ersten Januar müssen große soziale Netzwerke ihren Nutzern die Möglichkeit bieten, rechtswidrige Inhalte zu melden. Die Formulare zu finden, ist nicht immer einfach. Wir zeigen Ihnen, wie es bei Facebook und Twitter geht.

Facebook-Formular unter "Impressum und allgemeine Geschäftsbedingungen"

Facebook versteckt das Formular rechts unten in einer Rubrik, die üblicher Weise nicht gelesen wird: Impressum und allgemeine Geschäftsbedingungen. Seit dem Jahreswechsel steht dort auch das Meldeformular, welches das Netzwerkdurchsetzungsgesetz vorschreibt. Google wiederum kommt der Pflicht zum Beschwerdemanagement, das das Gesetz dem Konzern auferlegt, im Hilfebereich nach.

Bei Twitter ist es einfach

Am einfachsten auffindbar ist das Formular bei Twitter: Nach dem Anklicken eines Tweets kann man rechts oben auswählen, ob man dem Zwitscherer folgen will, ihn stummschalten oder seinen Tweet melden. Als Gründe bietet Twitter unter anderem an: Spam und eben einen mutmaßlichen Verstoß gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetzes.

Facebook empfiehlt einen Anwalt

Während das Bundesjusitzministerium die User ermuntert, aktiv gegen Hass im Netz vorzugehen, ist Facebook die Sache ganz offenkundig lästig. Der Konzern legt nahe, derartige Angelegenheiten ohne Kontaktaufnahme mit Facebook zu lösen und ansonsten dazu einen Anwalt zuzuziehen. Eine Sprecherin des Ministeriums wiederum sagte, auch jemand, der irrtümlich legale Inhalte als strafbar gemeldet habe, müsse keine Sanktionen befürchten.


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