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Sirenen heulen um 11 Uhr Probealarm in ganz Bayern

Das Bayerische Innenministerium lässt ab 11 Uhr überall in Bayern testen, ob das Sirenenwarnsystem funktioniert und die Bevölkerung zum Beispiel bei gefährlichen Situationen schnell gewarnt wird.

Von: Simon Emmerlich

Stand: 19.10.2016

Eine intakte Sirene mit Schutzdach ist auf dem Dach einer Schule in Walschleben (Thüringen) angebracht.  | Bild: picture-alliance/dpa

Zweimal im Jahr werden die Katastrophenwarnsysteme in Bayern geprüft, so will es das bayerische Innenministerium. Für eine Minute ertönt dann ein langgezogener Dauerton aus den Sirenen.

"Erstens wollen wir natürlich wissen, ob unsere Sirenen funktionieren. Das heißt, wir verteilen uns im Stadtgebiet und hören, ob alle 44 Sirenen funktionieren. Zweitens sollen sich die Leute an den Heulton gewöhnen, damit die Leute wissen, in Regensburg ist etwas passiert, und das Radio einschalten."

Johannes Buchhauser, Amt für Brand- und Katastrophenschutz Regensburg

In München bleibt es still

KATWARN-System in München

In München bleibt es dagegen heute still. Dort wurden die Sirenen bereits nach dem kalten Krieg abgebaut. Seitdem wird im Gefahrenfall mit mobilen Lautsprecherdurchsagen oder über das System KATWARN informiert, das per Smartphone App, per E-Mail oder SMS Warnungen verschicken kann. Allerdings ist nur jeder 10. Münchner bei dem System angemeldet. Problem auch: zu häufige, eher kleine Meldungen, die dazu führen, dass man der App schnell überdrüssig wird. Deshalb wollen sich andere Kommunen nicht ausschließlich auf digitale Warnsysteme verlassen, um etwa auch bei längeren Stromausfällen die  Bevölkerung warnen zu können. In Nürnberg wird derzeit der Sirenenbestand aufwändig modernisiert. Alte motorbetriebene Druckluftsirenen werden ausgemustert und durch elektronische Sirenen ersetzt, die im Batteriebetrieb auch bei Stromausfall noch funktionieren.


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