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Trotz Streits um Freihandel Siemens-Bahnsparte in den USA soll wachsen

Trotz aller politischen Streitigkeiten um Themen wie den Freihandel: Die USA sind für Siemens längst einer der wichtigsten Märkte. Besonders gut läuft das Geschäft seit einigen Jahren in der Bahnsparte Mobility. Denn immer mehr US-Städte bauen ihren Nahverkehr aus, auch mit Zügen für Pendler. Siemens erwartet hier weiteres Wachstum.

Von: Stephan Lina

Stand: 20.03.2017

Siemens in München | Bild: picture-alliance/dpa

Schweißer und Lackierer gesucht. Das Schild vor dem Siemens-Eisenbahnwerk in Sacramento ist nicht zu übersehen. Der Standort mit derzeit knapp 1.000 Mitarbeitern ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen, und ein Ende ist derzeit nicht abzusehen, so das Management.

US-Marktführer bei schnell steigender Nachfrage

In der Fabrik in Kalifornien baut Siemens vor allem sogenannte Light-Rail-Vehicles, also Pendlerzüge für den Nahverkehr. Dort ist der Konzern Marktführer in den USA, bei schnell steigender Nachfrage. Viele Städte im traditionellen Autoland versuchen inzwischen, den Verkehrskollaps mit einem besseren Schienenangebot zu verhindern. In Städten wie Houston, Seattle oder Baltimore wachsen die Passagierzahlen zweistellig.

Super-Deal bleibt offen

Jenseits der Regionalzüge hofft Siemens aber auch auf mehr Orders für schweres Gerät. In diesem Jahr soll in Florida eine Art privat betriebenes Intercity-System in Betrieb gehen, der Konzern liefert die kompletten Zug-Garnituren. Ein möglicher Super-Deal ist allerdings weiter offen. Seit Jahren wird in Kalifornien über ein Hochgeschwindigkeitsnetz gestritten, das dem deutschen ICE entspräche. Ein Ende der Debatte ist nicht absehbar.


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Kommentare

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AFDlerin, Montag, 20.März, 09:07 Uhr

1. Nur noch Spott übrig!

Siemens, der Schrumpfriese will wachsen?