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CSU-Spitzenkandidatur Seehofers Angst vor Benedikts Rat

Am kommenden Montag will Horst Seehofer verkünden, ob er über 2018 hinaus Ministerpräsident und CSU-Chef bleiben will oder nicht – alle Zeichen deuten bisher auf weitermachen. Nach dem Geburtstagsbesuch beim emeritierten Papst liefert Seehofer nun ein weiteres, skurriles Puzzle-Stück: Er hat sich nicht getraut, den Ex-Pontifex um Rat zu fragen.

Von: Sebastian Kraft

Stand: 18.04.2017

Nachdenken, Gespräche führen, Gesundheitscheck – aber keine öffentlichen Auftritte, so lautet der Plan von Horst Seehofer für die Osterferien. Eine Ausnahme war der Besuch beim emeritierten bayerischen Papst am Ostermontag in Rom. Nachdem er zusammen mit einer Delegation Glückwünsche überbrachte, sagte er dem BR auf die Frage, ob er sich von Benedikt XVI. einen Rat für eine mögliche weitere Amtszeit  geholt hat.

"Das habe ich nicht gewagt, weil was hätte ich gemacht, wenn er gesagt hätte: Machen Sie es so wie ich – was hätte ich dann gemacht?"

Horst Seehofer

Die Indizien häufen sich also, dass Seehofer nicht ans Aufhören denkt, auch wenn er noch schnell hinterherschiebt:

"Ich bin aber noch nicht fertig, ich brauche noch eine Woche."

Horst Seehofer

CSU-Vorstands-Treffen am Montag

Am kommenden Montag tritt der CSU-Vorstand zusammen, spätestens dann will Seehofer seine Zukunftspläne bekannt geben. Damit verbunden ist dann auch die Frage, wer für die CSU als Listenführer in den Bundestagswahlkampf zieht.


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johannes m., Mittwoch, 19.April, 17:39 Uhr

13. Rat von Ratzinger?

Falls es zutrifft, dass Seehofer Ratzinger um Rat fragen wollte, hätte er sich disqualifiziert! Ratzinger war und ist ein Einzelgänger. Im Amt war er überfordert. Sein Hozizont war auf die katholische Lehre und deren Dogmen beschränkt. Was für ein Ratschlag wäre von Ratzinger zu erwarten? Oder generell: welche Kompetenz haben katholische Priester, die durch "Selbstamputation" ihre Persönlichkeit reduzieren, anderen Menschen jenseits von Religion Ratschläge zu geben???

  • Antwort von Friederike, Donnerstag, 20.April, 06:53 Uhr

    @Johannes
    das haben Sie sehr richtig geschrieben. Ich fand Ratzinger als Papst völlig fehl am Platz-.

EMGI, Mittwoch, 19.April, 10:54 Uhr

12. 65 und kein Bisschen weise aus gehabtem Schaden nichts gelernt

Als Oberbürgermeister ist mit 65 Schluss. MP oder BP geht aber unbegrenzt. Gibt es da einen nachvollziehbaren Grund? Dies umso mehr, als der OB direkt vom Volk gewählt wird, der MP oder BP aber nicht. Da darf man sich fragen. Das Unabkömmlichkeitssyndrom nimmt im Alter zu. Ja und wieder selbst Auto fahren ist auch nicht schön. Aber: das ist Demokratie. Statt Herrn Söder auszubremsen könnte sich Herr Seehofer mal um die Berliner Minister kümmern. Das ist fürwahr ein trauriges Kapitel. Dobrindt oh je, Schmidt oh mei und den Namen vom dritten im Bunde vergisst man immer ....

Hochqualifiziertes Spitzenpersonal, Dienstag, 18.April, 21:16 Uhr

11. Ein Alexander Dobrindt scheitert nicht

Auch wieder nur so eine typische Seehofer-Volte ohne Sinn und Verstand.
Hätte er Mut, wuerde er doch längst seine Pläne offengelegt haben.

Thomas Weiherer, Dienstag, 18.April, 18:54 Uhr

10. Lebstliebe / Narzissmus

Der Herr S. ist so in sich verliebt und so derart von sich überzeugt dass er gar nicht den Weitblick und Größe hat nun auch Jüngeren den Vorzug zu geben. Das ist eben das Dilemma hierzulande, dass Politiker bis zum St. Nimmerleinstag in Amt und Würden bleiben können. Der Taschenlampenblick wird dann natürlich auch immer enger. Aber wir Bürger schaun halt auch nur zu.... Und dann kommen die Wahlen - und wieder greift die Gewohnheit um sich!

  • Antwort von Barbara, Dienstag, 18.April, 20:29 Uhr

    "Jung sein" ist kein Verdienst! "Alt sein" ist auch kein Verdienst! Wenn es ein Jüngerer auch nicht besser kann, dann nützt ein Jüngerer auch nichts!

Horst Schilling , Dienstag, 18.April, 18:52 Uhr

9. Bayern gratuliert seinem Papst

Was für ein tolles Bild , als Papst Emerritus Benedikt XVI mit Ministerpräsident Horst Seehofer mit bayerischem Bier auf das Wohl des Geburtstagskinds des Monats anstießen . Super , dass der BR dieses friedliche Idyll für uns zu Hause gebliebene festgehalten hat . Bayern und seine Staatsregierung haben in sehr würdiger Form
dieses Geburtstagsjubilaeum des bedeutendsten Bayern und Deutschen der letzten 500 Jahre begangen . Schade nur , dass Restdeutschland von
diesem Ereignis kaum etwas mit bekommen hat , weil die Medien erneut dem Sultan aus Ankara huldigten . Als evangelischer Christ , der einem Tag
nach Benedikt Geburtstag feiern durfte , freue ich mich , dass meine Staatsregierung ein wichtiges und richtiges Signal am 17.4. in Rom gesetzt hat .