Schwaben

Landwirtschaft in Schwaben Naturschützer beklagen Grünlandumbruch

In Schwaben werden viel zu viele Wiesen umgepflügt, Tier- und Pflanzenarten verschwinden. Das beklagt der Bund Naturschutz im Donau-Ries. Am Mittwoch stellen die Naturschützer ein Studie vor und fordern Konsequenzen.

Von: Beate Mangold Stand: 06.02.2013
Traktor pflügt Wiese um in Mertinger Höll - links vom Traktor wächst kein Gras mehr | Bild: BN Donauries

Besonders in Mittel- und Nordschwaben ist in den vergangenen Jahren viel Grünland in Ackerflächen umgewandelt worden. Teilweise ohne Genehmigung und damit illegal sei das erfolgt, beklagt der Bund Naturschutz (BN) im Donau-Ries. Einen Grund für diesen Anstieg des Grünlandumbruchs sieht der BN im Boom der Biogasanlagen. Mit der Studie wollen die Umweltschützer notwendige Konsequenzen auf politischer Ebene aufzeigen. Durch den Grünlandumbruch würden zahlreiche Tier- und Pflanzenarten gefährdet. Besonders Vögel, wie etwa Wiesenbrüter, Störche oder Brachvögel seien beeinträchtigt, wenn Wiesen umgepflügt werden.

Bilder vom Artenreichtum einer Wiese

Ackerflächen oft lukrativer als Wiesen

Links vom Traktor wächst kein Gras mehr

Für die Landwirte ist das einfach eine Geldfrage: Ackerland lässt sich eben leichter bewirtschaften als Grünland und bringt dementsprechend größere Erträge und mehr Geld. Oft werden die Wiesen umgepflügt, um dort Mais für Biogasanlagen anzupflanzen. Teilweise werden große Monokulturen für die Lebensmittelindustrie angebaut. Der Bund Naturschutz möchte mit seiner Untersuchung nicht den Bauern die Schuld in die Schuhe schieben, betont Thomas Frey, der Regionalreferent für Schwaben. Er verlangt von der Politik, dass sie Bauern finanziell unterstützt, damit sie ihre Wiesen erhalten können.


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