Ein Jahr nach Schlecker-Pleite Hälfte der Mitarbeiter hat neue Jobs
Vor einem Jahr ist die Drogeriemarkt-Kette Schlecker in Insolvenz gegangen. Überall in Schwaben wurden Filialen dicht gemacht. Vor allem Frauen verloren ihre Jobs. Noch immer sind viele arbeitslos und Läden nicht vermietet.
Allein rund um Augsburg sind knapp 150 Schlecker-Mitarbeiter arbeitslos geworden, im Allgäu waren es 200. Insgesamt hat rund die Hälfte davon wieder Arbeit gefunden - meist im Einzelhandel. Einige Frauen sind auch in Rente oder Mutterschutz gegangen.
In der Region Augsburg ist mittlerweile nur noch ein Fünftel der ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter arbeitslos gemeldet, im Allgäu ein Drittel. Die Arbeitsagentur ist mit der Situation in Schwaben zufrieden. Nebenan in Baden-Württemberg seien mit 40 Prozent noch deutlich mehr arbeitslos.
Allein im Allgäu noch 40 leere Läden
Beispiel Memmingen
Der Großteil der Läden im Allgäu steht nach wie vor leer. Carola Müller, ehemalige Betriebsratsvorsitzende im Bereich Kempten und Allgäu, hat 45 ehemalige Filialen im Blick. Ihre Bilanz: Aus vier Filialen wurden Dorfläden, aus einem eine kleine Drogerie. Nach wie vor leer stehen somit 40 Läden. Als Grund vermutet Müller, dass die Räume oft dringend renoviert werden müssten. Außerdem gebe es beispielsweise in Altusried und Fischen im Oberallgäu große Supermärkte im Ort und deshalb für die kleinen Läden kaum Interessenten, die das finanzielle Wagnis eingingen.

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