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Drastische Zunahme der Straftaten am "Kö" Polizei lässt Augsburger Königsplatz ab Herbst per Video überwachen

Der Augsburger Königsplatz soll ab Herbst kommenden Jahres per Video überwacht werden. Diesen Termin hat Polizeipräsident Michael Schwald bekannt gegeben. Die Videoüberwachung soll helfen, die stark gestiegene Zahl der Straftaten zu senken.

Von: Barbara Leinfelder

Stand: 06.12.2017

Die Kameras werden im vierten Quartal 2018 in Betrieb genommen, kündigte Polizeipräsident Schwald an. Bei der Auswertung der Einsatz- und Kriminalitätsentwicklung der vergangenen Jahre habe sich gezeigt, dass am Königsplatz, von den Augsburgern nur "Kö" genannt, mittlerweile fast dreimal so viele Straftaten verübt werden wie noch vor zwei und drei Jahren.

Bereits höhere Polizeipräsenz und mehr Kontrollen

Die Polizei habe darauf reagiert und sei mit verstärkten Streifen und Schwerpunktkontrollen vor Ort, so der Polizeipräsident. Von der zusätzlichen Kameraüberwachung verspricht sich die Polizei einen deutlichen Rückgang an Straftaten wie auch ein verbessertes subjektives Sicherheitsgefühl für die Fahrgäste von Bus und Tram.

Reibereien, Schlägereien, Drogendeals

Weit über 100.000 Pendler und Nahverkehrskunden steigen am Kö ein oder um oder passieren den angrenzenden Park. Dort treffen sich aber auch Alkohol- oder Suchtkranke. Junge Flüchtlinge nutzen das kostenlose WLAN, um mit den Verwandten zu Hause Kontakt zu halten. Immer wieder war es zu Reibereien und auch massiven Schlägereien und Drogendeals gekommen.

Polizei: Besucher der Freiluftcafés werden nicht gefilmt

Deshalb sollen in knapp einem Jahr rund um die Uhr Kameras laufen. Die Polizei prüft derzeit, wo die besten Plätze für die Kameras sind; die Ausschreibungen für die Technik läuft europaweit. Die Freiluftcafés auf dem Kö bleiben außen vor.

Über Wurfzettel will die Polizei die Anwohner über die geplanten Maßnahmen informieren. Gespeichert werden die Aufnahmen 14 Tage lang, danach werden sie gelöscht. Zugriff auf die Aufnahmen haben ausschließlich die Ermittler, betonte der Polizeipräsident.


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Wejotte, Donnerstag, 07.Dezember, 13:58 Uhr

3. Königsplatz vs. Kantine

Nachdem die Straftaten am Königsplatz stark zugenommen haben, wundert es mich sehr, dass die Stadt der Verlegung der "Kantine" an den Königsplatz zugestimmt hat. Durch diese Klüngelei, sprich Parteienwirtschaft, vergrößert sich das Spannungsfeld an diesem Platz erheblich.

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 07.Dezember, 20:03 Uhr

    Und was hat jetzt ein Live-Club mit Giftlern,Alkis und Sandlern zu tun? Setzen sie Subkultur damit gleich? Und mal wieder typisch Augsburg,eine halbe Milliarde für ein Schrott-Theater, aber keinen Pfennig für Randständige in der Gesellschaft.Hauptsache Überwachungskameras,dann passt ja alles.

Wood, Mittwoch, 06.Dezember, 20:10 Uhr

2. Umfrage

Wenn es der Sicherheit dienen soll oder kann und um evtl. Straftäter besser zu identifizieren können, bin ich für eine Videoüberwachung. Wenn ich nichts zu verbergen habe, stört mich die Kamera nicht! Es ist schon traurig dass überhaupt diese Maßnahme getroffen werden muss, weil sich die Straftaten drastisch erhöht haben.

max, Mittwoch, 06.Dezember, 17:48 Uhr

1. Straftaten

Was ist nur los, mit den Augsburgern, dass sie innerhalb von zwei Jahren um das Dreifache mehr Straftaten begehen?

  • Antwort von Wanda, Donnerstag, 07.Dezember, 02:08 Uhr

    Tolle "politcal correctness" Formulierung, was die Flüchtlinge angeht.
    Habe ich das richtig verstanden ? Die wollen doch auf dem Königsplatz nur kostengünstig telefonieren, während es sich bei den Anderen um Alkohol- und Suchtkranke (unbekannter Nationalität?) handelt. Wer an den massiven Schlägereien, Drogendeals und Reibereien beteiligt ist, wird uns auch verschwiegen ? Diese Delikte gehören doch wohl in den Zuständigkeitsbereich der Polizei, die dazu sicherlich auch die Personalien aufnimmt und damit auskunftsfähig sein müsste, oder ? Um wen, liebe Journalisten, handelt es sich also ?

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 07.Dezember, 20:04 Uhr

    Vielleicht weil Augsburg eine der ärmsten (die ärmste?) Stadt in Bayern ist!