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Sicherheit für Mitarbeiter Wachmann im Augsburger Sozialamt

Das Augsburger Sozialamt postiert jetzt einen Wachmann vor seiner Tür. Damit reagiert die Behörde auf einen Vorfall: Ein Pärchen mit Baby war gegenüber einer Mitarbeiterin dermaßen ausgerastet, dass die Polizei anrücken musste.

Stand: 07.11.2017

Fassade des Gebäudes aus dem 17. Jahrhundert, in dem sich das Augsburger Sozialamt befindet | Bild: picture-alliance/dpa

Der Wachmann soll am Eingang des Sozialamts Taschenkontrollen durchführen und auch innerhalb des Gebäudes für mehr Sicherheit sorgen, zunächst probeweise für drei Monate. Bei einer ersten Begehung der Räumlichkeiten im Sozialamt in der Stadtmetzg soll sich der Sicherheits-Experte ein Bild von den besonderen Anforderungen dort machen.

Alarmknöpfe in den Büros ?

Zur Erhöhung der Sicherheit für die Mitarbeiter werden weitere Optionen geprüft, etwa Alarmknöpfe in den Büros. Damit könnten Kollegen schnell zu Hilfe gerufen werden, sollten Besucher zu aufdringlich werden. Möglich wären zum Beispiel auch weitere Trennwände oder Tür-Buzzer im Eingangsbereich. Dazu will sich die Stadt aber noch von der Kriminalpolizei beraten lassen. Auslöser für die Sicherheitsmaßnahmen im Augsburger Sozialamt war ein Vorfall, der sich dort vor kurzem ereignet hat.

"Wir wollen eine räumliche und technische Sicherheit schaffen. Natürlich gibt es immer wieder mal Ärger. Aber einen derart eklatanten Vorfall hatten wir noch nie."

Elisabeth Rosenkranz, Stadt Augsburg.

Nigerianer verletzte drei Polizisten

Ein nigerianische Pärchen soll laut Polizei so unzufrieden über die Sozialleistungen gewesen sein, dass sich besonders der 33-jährige Mann aggressiv gegenüber der Mitarbeiterin des Sozialamtes verhielt. Das Pärchen weigerte sich trotz mehrmaliger Aufforderung, das Amt zu verlassen – auch gegenüber der dann hinzugerufenen Polizei wurde der Nigerianer aggressiv und verletzte dabei drei Beamte. Der Mann wurde festgenommen.

Jobcenter Kempten hat Sicherheitsdienst engagiert

Auch das Jobcenter Kempten hat mittlerweile einen Sicherheitsdienst eingerichtet, der während der Öffnungszeiten für den Schutz der knapp 50 Mitarbeiter und der Kunden sorgt. Die zwei Wachleute halten sich primär im sogenannten Wartebereich auf. Sie patrouillieren aber auch in unregelmäßigen Abständen durch die Gänge. Wenn Mitarbeiter Besuch von Kunden haben, bei denen sie ein ungutes Gefühl haben, dann steht gegebenenfalls der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes im Büro.


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