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Viel Arbeit zum Valentinstag Wie sich ein Augsburger Blumenladen gegen die Billigkonkurrenz wappnet

Heute ist der arbeitsreichste Tag für Floristen: 120 Millionen Euro geben die Deutschen am Valentinstag für Blumen aus. Für Blumenläden bedeutet das viel Arbeit und ein gutes Geschäft. Doch während des restlichen Jahrs sieht die Lage nicht so rosig aus. Zu Besuch in einem Traditionsladen in Augsburg.

Stand: 14.02.2018

Der Valentinstag steht ganz im Zeichen von Liebe und Partnerschaft - und traditionell "floriert" das Geschäft für Floristen an diesem Tag besonders. Denn Blumen gelten nach wie vor als klassischer Beweis für solche Zuneigung. Über 120 Millionen Euro lassen sich die Deutschen diese nette Geste am Valentinstag laut Floristenverband kosten. Die Blumenläden freut das - während des restlichen Jahres sieht die Lage allerdings nicht so rosig aus, und das spüren besonders kleine Geschäfte, wie der Laden von Antonie Flaschka in der Augsburger Innenstadt.

"Es ist sicherlich schwer für uns, in dieser Branche zu bestehen, zu existieren, aber wir sehen uns jetzt nicht in Konkurrenz zu diesen Discountern, das ist uns ganz wichtig, weil wir eben die Blumen ganz anders behandeln als ein Discounter. Das ist einfach ein Handwerksbetrieb und wir sind keine reinen Blumenverkäufer."

Antonie Flaschka

Dorn im Auge: Blumen vom Discounter

Hochsaison am Valentinstag. Doch die Blumengeschäfte bekommen Konkurrenz.

Blumen Flaschka feiert dieses Jahr 55. Geburtstag, der Blumenladen ist gut etabliert in Augsburg - trotz billiger Konkurrenz. Dem Floristenverband Bayern sind diese Billiganbieter im wahrsten Sinne ein Dorn im Auge. Der Verband klagt, dass in den vergangenen Jahren fast ein Drittel aller deutschen Blumengeschäfte aufgeben musste – auch wegen der billigen, aber oft qualitativ minderwertigen Angebote in Supermärkten, Tankstellen oder Baumärkten.

Kampf um die Blume

Nicht nur die Kundschaft bleibt weg: Auch der Nachwuchs für den Floristenberuf fehlt . Wollten vor rund zwanzig Jahren noch 9.000 junge Menschen die Ausbildung zum Blumenexperten antreten, ist es heute gerade mal noch ein Drittel, davon rund 500 Auszubildende in Bayern. Keine rosigen Aussichten für das Handwerk. Antonie Flaschka weiß um die Schwierigkeiten des Berufs, sieht seine Zukunft aber vor allem in hochwertiger Arbeit und guter Beratung:

"Diese Berufssparte ist ein sehr, sehr hartes Business. Und ich kann nur meinen Mitbewerber und Mitstreitern sagen, kämpft darum und gebt die Blumen nicht zu billig, weil es steckt so viel Arbeit, Liebe und unser Handwerk dahinter, dass wir uns nicht zu billig verkaufen dürfen."

Antoine Flaschka.


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