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Im Weihnachtsgeschäft Gericht verbietet Amazon die Sonntagsarbeit

Das Verwaltungsgericht Augsburg hat dem Internet-Versandhändler Amazon in Graben bei Augsburg Sonntagsarbeit am 4. Advent untersagt. Im Bereich Verpackung von Handelsartikeln und Entgegennahme von Ware dürfen keine Arbeitnehmer beschäftigt werden. Von Annemarie Ruf

Von: Annemarie Ruf

Stand: 18.12.2015

Außenansicht Amazon Standort in Graben | Bild: Amazon Deutschland Services GmbH

Zur Begründung heißt es, Amazon habe die Notwendigkeit der Sonntagsarbeit mit einem exponentiellen Anstieg des Bestellvolumens in der Vorweihnachtszeit begründet. Sonntagsarbeit sei aber in den betroffenen Tätigkeitsbereichen nur zur Verhütung eines unverhältnismäßigen Schadens gerechtfertigt.

Werktags mehr Beschäftigte einstellen

Bei der Auftragszunahme im Vorweihnachtsgeschäft handle es sich um ein jährliches und absehbares Ereignis. Darauf könne und müsse sich die Firma Amazon langfristig einstellen, indem sie den zu erwartenden Personalbedarf durch Einstellung weiterer Mitarbeiter ausgleiche. Die Firma Amazon habe nicht hinreichend konkret darlegen können, warum ihr dies trotz angeblich intensiver Bemühungen nicht gelungen sei.

Gericht kann keinen unverhältnismäßigen Schaden erkennen

Amazon - Paket

Im Übrigen sei auch nicht hinreichend dargelegt, weshalb die Nichterteilung der Ausnahmegenehmigung für 300 Mitarbeiter für lediglich einen Sonntag zu einem unverhältnismäßigen Schaden führen solle. Schließlich habe die Firma Amazon für den gesamten Vorweihnachtszeitraum einen erheblichen zusätzlichen Personalbedarf geltend gemacht, so die Begründung des Gerichts. Gegen den Genehmigungsbescheid durch das Gewerbeaufsichtsamt bei der Regierung von Schwaben hatte die Gewerkschaft ver.di beim Verwaltungsgericht Klage eingereicht.


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Mitarbeiter aus Graben, Sonntag, 20.Dezember, 10:10 Uhr

3. Freiwillig Geld verdienen, von Gewerkschaft versaut

Es ist lustig das nur negative Meinungen kommen. Der Betriebsrat, mit Vorsitz und allen Mitgliedern, war dafür das auf freiwilliger Basis wir am Sonntag arbeiten hätten dürfen. Wir waren sehr viele die das wollten, aber die Gewerkschaft will anscheinend nicht das wir uns etwas Geld dazuverdienen können. Es wäre für mich sehr wichtig gewesen an diesem Sonntag etwas freiwillig dazuverdienen zu können da im Januar wieder viele Versicherungen kommen, aber dank Ver.di wird es sehr schwer. Ich verstehe nicht das eine Gewerkschaft, die ja für Mitarbeiter da sein soll, das wohl weniger (nicht mal 20% Streikende) gegen das wohl vieler Mitarbeiter agiert. Es ist anscheinend so das manche Leute sich in den Mittelpunkt stellen wollen und deshalb die Mehrheit nicht zählt.

focus, Freitag, 18.Dezember, 17:59 Uhr

2. Hoffnung

Es besteht noch Hoffnung, daß ein Gericht sich nicht beeinflussen läßt. Wer den letzten Adventsonntag braucht um Aufträge zu erledigen, hat etwas falsch gemacht. Wir sollten nicht die letzten Reste unserer Werte kpl. dem Gewinnstreben unterordnen.

Rentner 77, Freitag, 18.Dezember, 17:30 Uhr

1. verbot von Sonntagsarbeit bei Amazon

Bravo Verwaltungsgericht,endlich mal eine positive Nachricht eines Gerichtes.Amazon ist für mich ein rotes Tuch,ganz einfach dieser Konzern bezahlt in Deutschland nicht die Steuern voll wie es andere Betriebe müssen.Das ist das eine,und das andere ist die Bezahlung und Betriebsklima,hier müsste für die Arbeitnehmer vielmehr getan werden,amerikanische Verhältnisse sollten bei uns in Deutschland verboten sein.Meine Meinung ist es,das Amazon möglicherweise auch an dem Niedergang von Weltbild nicht unschultig ist,ebenso an manchen Buchläden,und Buchhändlern. Wenn ein Unternehmen wie Amazon oder andere solch ein Ausmaß annehmen ist deren Macht und Druck auf andere zu groß,und der Konkurenz nichts entgegen zu setzen. Ich für meinen Teil kaufe lieber bei den kleinen meine Sachen auch wenn sie etwas mehr kosten,deren Erhalt ist mir jedenfalls wichtiger.Sonntagsarbeit jedenfalls sollte nicht erlaubt sein es sei in Krankenhäusern,oder Rettungswesen,oder der Polizei.