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17-jährige Syrerin fast ertrunken Gaffer behindern Einsatz von Rettungskräften in Königsbrunn

Nach einem dramatischen Rettungseinsatz am Sonntagabend schwebt eine 17 Jahre alte Syrerin in Lebensgefahr. Das Mädchen war fast in einem Weiher ertrunken. Bei dem Rettungseinsatz wurden Polizei und Rettungskräfte massiv von Gaffern behindert.

Stand: 17.07.2017

Ein Rettungsring hängt am Ufer eines Sees (Symbolbild) | Bild: pa/dpa/Soeren Stache

Zusammen mit einer größeren Gruppe hatte sich die 17-Jährige an einem Weiher westlich des Königsbrunner Gymnasiums aufgehalten. Als sie das schmale Ufer entlangging, rutschte sie laut Polizei auf dem Schlamm aus und fiel ins Wasser.

Ein Student zog das Mädchen aus dem Wasser

Als Nichtschwimmerin kam sie aus eigener Kraft nicht mehr ans Ufer. Ein Landsmann sprang sofort ins Wasser und versuchte, ihr zu helfen. Da er ebenfalls nicht schwimmen konnte, wurde er jedoch selbst nach unten gezogen, konnte später aber von einem weiteren Mann aus der Gruppe gerettet werden.

Gleichzeitig schickte die Gruppe laut Polizei einen unbeteiligten Jungen los, um Hilfe zu holen. Dieser konnte einen 26-jährigen Studenten alarmieren, der die 17-Jährige aus dem Wasser zog und ans Ufer brachte. Das Mädchen hatte da bereits leblos unter Wasser getrieben.

Gaffer und Gelände bereiten Probleme

Polizei und Rettungskräfte waren zu diesem Zeitpunkt bereits alarmiert, hatten aber durch Schaulustige erhebliche Probleme. Laut Polizei waren etliche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Wasserwacht nötig, um den Rettungsweg von Gaffern zu befreien und freizuhalten.

Weitere Probleme bereitete das Gelände: So konnte etwa der Rettungshubschrauber nur entfernt von der Unglücksstelle landen. Der Weg durch das unwegsame Gelände musste von der Feuerwehr erst mit Kettensägen freigeschnitten werden.


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