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Zwei Plätze hinter Microsoft "Intelligente Sonnenbatterie" unter den Top 50

Es klingt verlockend: für Strom nichts mehr bezahlen mit „Deutschlands 1. Stromflat“. Damit wirbt die Sonnen GmbH in Wildpoldsried im Oberallgäu. Der Ort ist für seine regenerative Energie-Politik deutschlandweit bekannt und produziert heute sechsmal mehr Strom, als er selber verbraucht.

Stand: 22.09.2016

Die Sonnen GmbH ist ein noch junges Unternehmen. 2006 mit fünf Leuten gegründet, beschäftigt es nun über 250 weltweit. Mit ihrer "intelligenten Sonnenbatterie"  hat es nun die Firma sogar im Ranking des berühmten US-Forschungsinstitutes  MIT in die Top 50 der innovativsten Firmen weltweit geschafft, nur zwei Plätze hinter Microsoft auf Platz 28.

So funktioniert es.

Zur Sonnenbatterie, die eben den Strom von der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach speichert, kommt nun als neues Angebot die "Sonnen-Community und die Strom-Flat". Das Prinzip: Die Sonnen GmbH vernetzt die Batterien einzelner Haushalte zu einer großen virtuellen Batterie. Damit steht kurzfristig enorm viel Strom zur Verfügung. Den bietet die Firma auf dem Strommarkt als schnellen Ausgleich bei Stromspitzenbedarf an. Dafür zahlen die Stromnetzbetreiber gutes Geld, da sonst Gas- und Kohlekraftwerke dafür hochgefahren werden müssten. Mit den Einnahmen wirtschaftet die Firma und gibt es an die Sonnen-Gemeinschaft weiter.

"Der Kunde merkt an seiner Batterie gar nicht, dass wir gerade Spitzenlasten ausgleichen, er hat immer genügend Strom zur Verfügung."

Unternehmenssprecher Mathias Bloch

Zusatzstrom verursacht keine weiteren Kosten mehr

Das neue Angebot: Bisher musste man noch teuren Strom dazu kaufen, da der Photovoltaik und  Batteriespeicher übers Jahr gesehen nur zu maximal 80 Prozent den Eigenbedarf abdecken kann. Die restlichen 20 Prozent müssen dann teuer  gekauft werden.

Wenn man sich nun der "Sonnen-Community" anschließt und seine Batterie vernetzen lässt, muss für den Zusatzstrom nichts mehr bezahlt werden. Wie beim Telefon gibt es aber eine monatliche Grundgebühr von rund 20 Euro. Den Strom, den man zusätzlich braucht, bekommt man nun automatisch von einem anderen Mitglied, das genügend im Speicher hat. Dafür bekommt der "Stromgeber" von der Sonnen GmbH mehr vergütet, als wenn er ins normale Stromnetz einspeisen würde. Der Kunde hat also die Sicherheit wie im normalen Netz, aber auch die Gewissheit, wirklich nur reinen Solarstrom zu verbrauchen. Als „Einstiegspreis“ gibt die Sonnen GmbH 10.000 Euro für Photovoltaik-Anlage und Batterie an. Aber das reicht dann eher nur einem kleinen zwei Personen Haushalt.

Für ein Einfamilienhaus mit vier Personen muss man – abzüglich Förderung – mit gut 16.000 Euro rechnen. Aber es rechnet sich, sagen die Erfinder der "Strom-Flat", die selber die Anlagen nicht vertreiben. Das machen örtliche Elektroinstallationsbetriebe in ganz Deutschland.

Strom mit anderen teilen - so hat jeder genug!

Lohnt es sich auch für mich?

Wer für den ersten Schritt einmal selbst rechnen will, welche Investitionskosten Kosten für seinen Bedarf auf ihn zukommen, findet unter www.sonnenbatterie.de einen Konfigurator.


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Kommentare

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Anna, Donnerstag, 22.September, 11:42 Uhr

1. Solar

Bin mir sicher, dass wieder eine Steuer "erfunden" wird, damit nicht zu sehr der Gedanke aufkommen kann, dass der Strom kostenlos ist. Lieber verschenken wir Strom ins Ausland als die Preise bei uns zu senken. Die Technik und Idee finde ich sehr, sehr gut. Wie sieht es aber mit dem Recycling aus?