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Tierischer Baumschutz Schweine sollen Eichenwald von Immenstadt retten

Die Stadt Immenstadt im Oberallgäu bekommt mehrere und ganz besondere tierische Neubürger: Zehn Eichelschweine ziehen an diesem Wochenende im Eichenwald oberhalb der Stadt ein. Sie sollen das Naturidyll erhalten.

Stand: 13.10.2017

Zwei Duroc-Schweine stehen auf einer grünen Wiese (Symbolbild). | Bild: picture-alliance/dpa/Alois Litzlbauer

Drei Hektar Fläche haben die zwei großen Schweine und ihre acht Ferkel zur Verfügung. Die Tiere sollen sich im Immenstädter Eichenwald sauwohl fühlen.

Andere Pflanzen verdrängen Eichen

Vor 200 Jahren wurde der Wald angelegt. Lange wurden hier auch Schweine gezüchtet. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg war Schluss damit. Die Folge: Der Eichenwald verbuscht immer mehr, andere Pflanzen wachsen hoch und verdrängen die Eichen.

Duroc-Schweine bleiben auch im Winter im Wald

Die Schweine sollen nun verhindern, dass der Eichenwald irgendwann verschwindet: Sie fressen gerne Eicheln und helfen, dass sich Büsche und Bäumchen nicht weiter ausbreiten. Bei der Rasse handelt es sich um besonders robuste Duroc-Schweine, die auch im Winter im Wald bleiben können.

Die artgerecht gehaltenen Schweine sind aber nicht nur für den Erhalt des Eichenwalds zuständig: Reinhard Adelgoß, der die Schweine in den Wald zurückgeholt hat und Anhänger der Slow Food Bewegung ist, will das Fleisch der Tiere vor allem auch als Delikatesse vermarkten.


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