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Tödliche Schüsse in Memmingen Staatsanwaltschaft bestätigt Notwehr

Nach dem tödlichen Schuss eines Polizisten auf einen per Haftbefehl gesuchten Mann in Memmingen dauern die Ermittlungen an. Laut Oberstaatsanwalt Christoph Ebert hat der Beamte aus Notwehr gehandelt.

Stand: 11.09.2015

Schießerei Memmingen | Bild: Thomas Pöppel

Zwei Schüsse aus einer Polizeiwaffe trafen am 11.03.2015 den mit Haftbefehl gesuchten 48-jährigen Mann in den Oberkörper. Trotz der unmittelbar eingeleiteten Rettungs- und Wiederbelebungsmaßnahmen starb der Mann im Krankenhaus.

Polizist mit Messer bedroht

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, konnten die Abläufe jetzt zweifelsfrei geklärt werden: Der 48-Jährige hatte eine Haftstrafe nicht angetreten. Als Polizisten ihn beim Verlassen seines Hauses angesprochen hatten, versuchte er zu fliehen. Auf einen Beamten, der sich in den Weg stellte, ging er mit einem Messer los. Weder der Einsatz von Pfefferspray noch ein Warnschuss konnten ihn stoppen. Dann trafen ihn die beiden weiteren Schüsse aus der Waffe des Beamten.

Nach Erkenntnissen der Ermittler handelte der Polizist in Notwehr und schoss nur, um sein eigenes Leben zu retten. Weder die Befragung von Zeugen, die Obduktion des Opfers noch die waffentechnische Untersuchung hätten Hinweise auf ein Fehlverhalten des Beamten ergeben.

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