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Nach Unfall Prozess: Wollte ein 34-Jähriger sich und seine Ex-Freundin umbringen?

Wegen versuchten Totschlags muss sich heute (Mittwoch, 3.1.18) ein 34-jähriger Türke aus dem benachbarten Württemberg vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Der Mann soll versucht haben, sich und seine Ex-Freundin bei einem Verkehrsunfall umzubringen.

Von: Rupert Waldmüller

Stand: 03.01.2018

Symbolbild: Das Blaulicht eines Polizeiautos aufgenommen | Bild: picture-alliance/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Ausgangspunkt für die Tat war laut Staatsanwaltschaft ein Streit, weil die Freundin sich von dem 34-Jährigen getrennt hatte. Der Mann hielt die Frau laut Anklage zunächst in seiner Wohnung in der Nähe von Memmingen fest und bedrohte sie, bot später aber an, die Frau nachhause zu fahren. Kurz nach der Autobahnauffahrt Erkheim soll der 34-Jährige plötzlich seine Ex-Freundin abgeschnallt und auf 180 km/h beschleunigt haben. Mit knapp 160 Stundenkilometern krachte das Auto schließlich mehrfach in die Leitplanke und kam auf der Autobahn zum Stehen.

Staatsanwaltschaft geht von Tötungsabsicht aus

Die Ex-Freundin des Mannes wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft geht aber davon aus, dass der 34-jährige sich und seine Freundin nach dem Aus der Beziehung mit dem selbstverschuldeten Unfall töten wollte. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Für den Prozess am Landgericht Memmingen sind zwei Verhandlungstage angesetzt.


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