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Prozess gegen Mieter Auf dicke Hose gemacht

Da haben sich die Vermieter zu früh gefreut: Ein vermeintlich wohlhabender Mann hat sich im Raum Augsburg in zwei große Wohnungen eingemietet. Am Monatsanfang kam dann das böse Erwachen.

Stand: 20.03.2017

Symbolbild Mietpreisbremse: Schlüssel mit Eurozeichen-Schlüsselanhänger | Bild: picture-alliance/dpa

Jeder, der zur Miete wohnt, kennt sie: die Selbstauskunft. Dabei müssen Mietinteressenten Farbe bekennen und ihre Einkommensverhältnisse offenlegen. Meist entscheidet der Wisch über Wohl und Wehe auf dem Wohnungsmarkt.

Der falsche Verkaufsleiter

Das weiß auch ein 49 Jahre alter Mann, der sich von heute an vor dem Augsburger Landgericht verantworten muss. Er hatte bei seiner Selbstauskunft ein stattliches Monatseinkommen angegeben. In einem Fall präsentierte er sich als Verkaufsleiter mit einem Verdienst von 7.000 Euro im Monat. Die Vermieter waren begeistert. In Augsburg und Stadtbergen bekam er den Zuschlag für insgesamt zwei große Wohnungen.

Hoher Schaden für die Vermieter

Doch Miete floss nie. Denn der Mann hatte bei der Selbstauskunft gelogen. Die Miete hätte er von seinem eigentlichen Einkommen nicht bezahlen können. Der Schaden: Über 10.000 Euro. Aktuell wohnt der 49-Jährige in einem einzigen Zimmer. Er sitzt wegen des Verdachts auf Betrug in Untersuchungshaft.

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