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Amtseinführung in Memmingen Das plant der neue Oberbürgermeister

Der neugewählte Oberbürgermeister von Memmingen, Manfred Schilder, wird ist feierlich in sein Amt eingeführt und vereidigt worden. Schon vor der Wahl hatte er klar gemacht, welche Themen er anpacken möchte.

Von: Doris Bimmer und Andrea Trübenbacher

Stand: 21.03.2017

"Wir müssen das Klinikum angehen, da haben wir einen hohen Handlungsdruck. Wir müssen das Thema Bahnhofsareal angehen, die Ikea-Ansiedlung, die Bäderfrage – da liegen Dinge auf dem Tisch, das muss aufgegriffen werden. Und das ganz, ganz schnell auch passieren muss." Schon vor der Wahl hat Manfred Schilder klar gemacht, welche Themen ihm wichtig sind.

Dialog mit dem Bürger soll besser werden

Auch in der Stadtverwaltung sollen die Bürger merken, dass es einen Wechsel im Rathaus gegeben hat. Es gelte den Bürgerdialog zu verbessern. Bürgerfreundlichkeit sei ein Thema für die Verwaltung, ebenso wie die Effizienz: "Finden wir Formate, wie wir näher an den Bürger herankommen, wie die Verwaltung sich auch als Dienstleister versteht. Da noch mal draufzuschauen, auch gerade zusammen mit den Mitarbeitern in der Verwaltung, das ist ein ganz wichtiger Prozess, der nicht von oben verordnet werden kann, sondern gemeinsam erarbeitet werden mus", so Schilder.

Langfristig möchte der 59-Jährige Unternehmer mehr Menschen nach Memmingen locken: "Warum eine Steigerung der Menchen in der Stadt? Weil wir damit errreichen, dass sich Menschen wohlfühlen. Ich fühl mich in Memmingen sehr wohl, nicht, weil es meine Heimatstadt ist allein, sondern weil ich überzeugt bin, dass man in Memmingen sehr, sehr gut leben kann. Und sich auch wohlbehalten fühlt, auch was das Thema Sicherheit anbelangt. Und das gilt es auch, nach außen zu transportieren. Vielleicht auch im Sinne einer touristischen Prägung."

Schilder gibt sich pragmatisch

Manfred Schilder mit seiner Gattin und der übergangsweise amtierenden Oberbürgermeisterin Margaretha Böckh | Bild: BR/Doris Bimmer zum Video mit Informationen Oberbürgermeisterwahl in Memmingen Manfred Schilder übernimmt rotes Rathaus

Manfred Schilder von der CSU ist neuer Oberbürgermeister von Memmingen. Nach dem vorläufigen Endergebnis liegt er mit 51,5 Prozent vor Friedrich Zeller von der SPD mit 48,5 Prozent. Von Doris Bimmer [mehr]

Mit pragmatischem Stil will Schilder seine Ziele erreichen. "Ich bin es oft leid, dass wir uns über Dinge stundenlang unterhalten, ohne nicht wirklich zu wissen, was passiert eigentlich, wie wirkt das, wenn wir es tun." Er wolle auch Risiken eingehen, Dinge einfach ausprobieren. "Wenn wir merken, das ist der falsche Weg, dann ändern wir es wieder."

Manfred Schilder (59) setzte sich bei der Wahl am Sonntag gegen Friedrich Zeller (50) von der SPD durch. Nach dem von der Stadt veröffentlichten vorläufigen Endergebnis holte Schilder in einem Kopf-an-Kopf-Rennen 51,5 Prozent der Stimmen. Zeller kam auf 48,5 Prozent. Memmingen war rund 50 Jahre fest in SPD-Hand. Zuletzt hatte der SPD-Politiker Markus Kennerknecht das Amt inne. Nach nur 38 Tagen im Amt erlitt Kennerknecht kurz nach Weihnachten beim Joggen in Durach bei Kempten einen tödlichen Schwächeanfall.

Vor der Amtseinführung des neuen Oberbürgermeisters von Memmingen fand am Dienstag ein ökumenischer Gottesdienst statt.


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Leonhard Martin Blumenstrasse 11 87785 Winterriede, Dienstag, 21.März, 18:36 Uhr

1. Herzlichen Glückwunsch zur Wahl als Oberbürgermeister der Stadt Memmingen.

Lieber Herr Schilder,
ich war 18 Jahre CSU Ortsvorsitzender in Winterrieden. Habe sehr gehofft und mitgefiebert, dass Sie die Wahl gewinnen. Es war nebenbei auch mal wieder an der Zeit, dass die CSU ein Erfolgserlebnis hat. Ich wünsche Ihnen für die anstehenden Aufgaben eine glückliche Hand und viel Erfolg.
Noch eine Anmerkung von mir zur geplanten Ikea Ansiedlung: Versprechen Sie sich nicht zuviel, dass viele Ikea Kunden nach ihrem Einkauf noch in die
Innenstadt fahren. Die sind nach dem Einkauf so schnell wieder weg wie sie gekommen sind. Deshalb ist ein geplanter Shuttlebus für mich bereits vor der ersten Fahrt eine"Totgeburt". Vor allem dann, wenn es ein großes Fachmarktzentrum gibt.
Mit freundlichen Grüßen, Leonhard Martin