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Kurz gemeldet Die Meldungen aus Schwaben

Stand: 17.01.2017

Zwei neue Petitionen für afghanischen Künstler Pouya

Augsburg: Auch wenn die Uhr tickt, der Unterstützer-Verein "Zuflucht" will sich weiterhin für den afghanischen Ayslbewerber und Künstler aus Augsburg, Ahmad Shakib Pouya, einsetzen. Das Flugzeug nach Istanbul und dann weiter nach Kabul starte am Freitagabend (20. Januar) abends um halb sieben, teilte der Verein heute mit. Sollte Pouya die gefährliche Reise tatsächlich antreten müssen, werde ihn Albert Ginthör begleiten, Mitglied des Orchesters des Staatstheaters am Gärtnerplatz und Veranstalter der Münchner Oper "Zaide", bei der Pouya mitwirkt.

Unterdessen sind beim Petitions-Ausschuss des Bayerischen Landtags zwei neue Bittschriften für ein Bleiberecht für Pouya eingegangen. Wann sich der Petitions-Ausschuss damit befasst, steht nach Angaben von Petitionsmitglied Carolina Trautner (CSU) noch nicht fest. Es liege noch keine Stellungnahme des Innenministeriums vor. Parallel dazu hat der Augsburger Verein "Tür an Tür" den Fall am 8. November bei der Härtefallkommission des Bayerischen Landtags eingereicht. Auch hier gibt es noch keinen Termin, wann der Fall auf der Tagesordnung steht. Unabhängig davon muss Pouya am 20. Januar endgültig Deutschland verlassen. Ein Ticket dafür hat er bereits gekauft.

Bewährungsstrafe für Reichsbürger

Augsburg: Zu einer 10-monatigen Bewährungsstrafe hat das Amtsgericht Augsburg einen sogenannten Reichsbürger verurteilt. Der 69-Jährige hatte auf seinem Facebook-Account einen Musiktitel mit nationalsozialistischem Gedankengut und ein Bild mit einer Hakenkreuz-Flagge verlinkt. Die Anklage hatte ihm das Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen, verbotene Gewaltdarstellung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.

Ballonglühen im Tannheimer Tal

Bild vom Ballonglühen in Wertach

Schattwald (Tannheimer Tal): Nach vielen witterungsbedingten Verschiebungen startet am Dienstag ab 20 Uhr das "Ballonglühen" im Tannheimer Tal in Tirol. Die Ballone starten dabei nicht, sondern es werden nur die Brenner angeworfen, die dann die Hüllen zum Leuchten bringen. Das Ballonglühen ist ein Teil des Internationalen Ballonfestivals Tannheimer Tal, das noch bis zum 28. Januar andauert. Jeden Tag zwischen 11-12 Uhr starten die Piloten zu ihren Fahrten über die Allgäuer und Lechtaler Alpen. Ziele sind zum Beispiel die Königsschlösser oder die Wieskirche in Steingaden.

Schrott-Pkw auf fremdem Grundstück in Sonthofen entsorgt

Sonthofen (Lkr. Oberallgäu): Ein Unbekannter hat sein Schrott-Auto einfach auf einem Grundstück im Stadtgebiet entsorgt. Der überraschte Besitzer des Grundstücks benachrichtigte die Polizei, die sucht jetzt nach dem Halter des Fahrzeugs. Bei dem Auto handelt es sich um einen blauen Kleinwagen, die Kennzeichen sind entfernt und die Scheiben eingeschlagen.

Australian Open - Kohlschreiber ist eine Runde weiter

Melbourne: Der Augsburger Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev haben bei den Australian Open die zweite Runde erreicht. "Ich war zufrieden mit dem Match, aber es bleibt noch Luft nach oben", sagte der 33-jährige Kohlschreiber, der in Melbourne bereits dreimal das Achtelfinale erreicht hatte.

Für Dustin Brown und Florian Mayer lief es weniger gut. Der 19-jährige Zverev bezwang den Niederländer Robin Haase nach 1:2-Satzrückstand noch 6:2, 3:6, 5:7, 6:3, 6:2. Kohlschreiber siegte 6:4, 3:6, 7:6 (7:2), 6:4 gegen den Georgier Nikolos Bassilaschwili. Dagegen unterlag Dustin Brown dem Weltranglisten-Dritten Milos Raonic aus Kanada erwartungsgemäß 3:6, 4:6, 2:6. Florian Mayer hatte beim 3:6, 4:6, 4:6 gegen den ehemaligen Weltranglisten-Erster Rafael Nadal keine Chance.

Bauarbeiten: Über 60 Jahre alte Hochspannungsleitung wird in Neu-Ulm ausgetauscht

Neu-Ulm: Zwischen der Gemeinde Holzheim (Lkr. Neu-Ulm) und dem Neu-Ulmer Stadtteil Finningen beginnen Mitarbeiter der Lechwerke (LEW) am Dienstag mit der Erneuerung der Hochspannungsleitung. Der Grund: Die Leitung ist über 60 Jahre alt und jetzt laut LEW "am Ende ihrer Lebensdauer angelangt". Auf einer vier Kilometer langen Strecke wird aber nicht nur die Leitung ausgetauscht: Auch die Strommasten müssen neu gebaut werden – laut LEW sollen in Zukunft aber nur noch 12 statt 14 Masten zwischen Finningen und Holzheim stehen. Bis zum Frühsommer sollen die Arbeiten dauern – erst müssen die Fundamente errichtet werden, ab März werden die Masten dann montiert. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,4 Millionen Euro.

12.300 Anrufe bei der Telefonseelsorge in Augsburg

Augsburg: Die ökumenische Telefonseelsorge Augsburg hat im vergangenen Jahr rund 12.300 Anrufe entgegengenommen. Pro Tag ergibt das rund 25 Gespräche mit einer täglichen Gesamtgesprächszeit von 9,7 Stunden. Diese Zahlen haben die Verantwortlichen heute bekannt gegeben.

Fast die Hälfte aller Anrufer, nämlich 46 Prozent, riefen wegen psychischer Probleme an, wie etwa Depressionen oder Angstzustäden. Beziehungsfragen waren mit rund 44 Prozent das zweithäufigste Thema. Mindestens ein Telefonat pro Tag befasste sich mit dem Thema Selbstmord. Rund zwei Drittel der Anrufenden waren Frauen. Die Telefonseelsorge hatte dabei 76 Ehrenamtliche im Einsatz, die auch in der Chat- und Mailberatung aktiv waren.

Finanziert wird Telefonseelsorge zu 75 Prozent durch die Diözese Augsburg und zu 25 Prozent durch das diakonische Werk Augsburg. Die ökumenische Telefonseelsorge Augsburg ist erreichbar über die Telefonnummern 0800 - 111 0 111 und 0800 - 111 0 222 sowie 116123 (ohne Vorwahl wählen). Zur Mail- und Chatberatung gelangt man über HYPERLINK "http://www.telefonseelsorge-augsburg.de"www.telefonseelsorge-augsburg.de. 

Rund 150 Einwände gegen Rückbau von Block B

Gundremmingen/Lkrs. Günzburg: Block B im Kernkraftwerk Gundremmingen soll noch bis Ende 2017 laufen, danach wird er endgültig abgeschaltet und zurückgebaut. Bis Ende Dezember lagen die Pläne für den Rückbau öffentlich aus – Einwände konnten schriftlich eingereicht werden. Jetzt hat das Bayerische Umweltministerium die Einsprüche ausgezählt. Ein Sprecher des Ministeriums teilte dem BR schriftlich mit: "Im Rahmen der öffentlichen Auslegung der Verfahrensunterlagen zum Abbau des Kernkraftwerks Gundremmingen sind gut 150 Einwendungen eingegangen. Der weit überwiegende Teil kommt dabei von Privatpersonen. Weitere Einwendungen wurden beispielsweise von Kommunen und Umweltverbänden abgegeben." Die Betreiber und das Umweltministerium werden zu den Einwänden bei einem Erörterungstermin in der ersten Jahreshälfte 2017 Stellung beziehen.

Bund Naturschutz klagt gegen Wasserkraftwerk in der Iller

Dietenheim (Lkr. Alb-Donau-Kreis)/ Illertissen (Lkr. Neu-Ulm): Auf der Iller zwischen Bayern und Baden-Württemberg sollen mehrere sogenannte "Schachtkraftwerke" gebaut werden. Nachdem Mitte Dezember das Landratsamt Alb-Donau-Kreis (Baden-Württemberg) für eines davon seine Genehmigung erteilt hatte, hat der Bund Naturschutz laut einer Pressemitteilung jetzt Klage dagegen eingereicht. Die Naturschützer kritisieren, dass durch die Kraftwerke die Illerrenaturierung "unmöglich" wird und wertvolle Schutzgebiete zerstört werden würden. Sie wollen nicht, dass die Iller noch weiter bebaut wird. Die Firma "Fontin & Company", die die Kraftwerke plant, betont, dass die Schachtkraftwerke aufgrund ihrer Bauweise besonders ökologisch seien. Und das nicht nur, weil sie sauberen Strom produzierten, sondern auch, weil sie besonders "fischfreundlich" seien.

Betrügerische Kontrolleure

Memmingen: Die Stadt Memmingen warnt vor Betrügern, die sich als Rauchmelder-Kontrolleure ausgeben, um sich so Zugang zu Wohnungen zu verschaffen. Bei der Memminger Feuerwehr seien mehrere Anrufe von Bürgern eingegangen, die von vermeintlichen Kontrolleuren an ihrer Haustür berichtet haben. Günther Bachfischer, Leiter des städtischen Amts für Brand- und Katastrophenschutz, betont, dass weder Polizei noch Feuerwehr unterwegs sind, um eine Installation von Rauchmeldern zu überprüfen. Er empfiehlt daher, keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen, die Polizei zu informieren und Nachbarn zu warnen. Der Einbau von Rauchwarnmeldern in Neubauten ist in Bayern seit 2013 Pflicht. Für eine Nachrüstung bestehender Wohnungen läuft eine Übergangsfrist bis Ende des Jahres.

Viele Grippefälle im Wittelsbacher Land

Aichach: Der Landkreis Aichach-Friedberg verzeichnet einen starken Anstieg von Influenza-Erkrankungen. Wie das Landratsamt mitteilte, wurde dem Gesundheitsamt in den ersten beiden Wochen dieses Jahres eine deutlich erhöhte Zahl der Infizierten gemeldet. Die Erkrankung zeigt sich mit plötzlich auftretenden starken Symptomen wie Gliederschmerzen, hohem Fieber, Husten, Schnupfen und Halsschmerzen und dauert etwa acht Tage. Bei einem schweren Verlauf kann es auch zu einer Lungenentzündung kommen. Noch nicht Erkrankte sollten nach Möglichkeit die Nähe von Personen meiden, die Atemwegsinfekte haben. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen werden als Schutzmaßnahme ebenfalls empfohlen

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten aus Schwaben Montag bis Freitag von 6.00 bis 18.00 Uhr, alle 30 Minuten, Bayern 1

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