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Metallstangen im Maisfeld Lebensgefährlicher Unfug im Donau-Ries

Ein bislang unbekannter Mais-Hasser steckt immer wieder Metallstangen in Maisfelder um Wolferstadt (Lkr. Donau-Ries). Die im Maishäcksler zerstörten Stangen können zu gefährlichen Geschossen werden. Bisher gab es nur hohen Sachschaden: 80.000 Euro.

Stand: 26.09.2016

Der viele Mais im Ries scheint einen Unbekannten massiv zu stören: Wie schon in vergangenen Jahren hat er seit Beginn der Maisernte bereits mindestens zwei Mal Metallstangen in Maisfelder in der Gegend um Wolferstadt gesteckt.

Metalldetektoren erkennen die Stangen nicht

Bei der Ernte geraten die dann in den Maishäcksler, denn trotz einer Nachrüstung vieler Maschinen mit Metalldetektoren würden Metallstangen offensichtlich nicht erkannt, so Magnus Kastenhofer von der Polizei Donauwörth. Nicht nur der entstandene Sachschaden von insgesamt 80.000 Euro ist beträchtlich - auch die Gefahr sei nicht zu unterschätzen: Die gut eineinhalb Zentimeter starken Stangen werden in dem Häckselwerk zerfetzt, Teile davon könnten sich dann zu einem gefährlichen Geschoss entwickeln. In der Vergangenheit wurden auch schon andere Gegenstände in Feldern versteckt – und das nicht nur rund um Wolferstadt, sondern im gesamten Ries, sagt der Leiter des Landwirtschaftsamts in Nördlingen Manfred Faber. Oft spielten auch Streitigkeiten wegen der Pacht oder Neid eine Rolle.

Polizei sichert Vertraulichkeit zu

Der Bürgermeister der Gemeinde Wolferstadt, Philipp Schlapak, zeigte sich sehr besorgt, auch der Gemeinderat sei bestürzt. Die Polizei Donauwörth bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung und versichert, diese gegebenenfalls auch vertraulich zu behandeln.


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Kommentare

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Hans Holtz, Montag, 26.September, 19:19 Uhr

6. Sowas fällt nicht mehr unter Bagatelle...

Ein "Mais-Hasser"? Nette Umschreibung für einen oder mehrere Mitbürger mit absurden Ansichten. Denn es geht hier durchaus um gefährliche Körperverletzung.

Christof, Montag, 26.September, 10:52 Uhr

5. Das ist Sachbeschädigung und kann schlimme Folgen haben

Auch mir fallen die vielen Maisfelder auf, aber als ich diese Kommentare gelesen hatte, war ich ziehmlich platt!

Man kann ja gegen Maisanbau, gegen Großkraftwerke, Windräder, Stromtrassen usw. sein. Wenn jeder auf diese Art seinen Unwillen ausdrückt und bereitwillig riskiert dass Mitmenschen zu Schaden kommen, sind wir auf dem besten Weg uns gegenseitig zu zerstören. Solche feigen Saboteure sollten sich etwas schämen!

Auch sollte man sich überlegen, warum das alles so passiert! Hier einfach auf die Landwirte zu schimpfen ist doch sehr flach und was noch viel schlimmer ist, man tut ja so als ob das richtig ist wenn man hinterhältig Schaden verursacht!

Wirft einer einen Stein auf die Autobahn und riskiert Menschenleben, ist jeder entsetzt. Macht jemand das mit einer Metallstange im Maisfeld dann ist das ok?

HALLOOO!!!!!

Hirmschnalz, Freitag, 23.September, 13:13 Uhr

4. Schaden vernachlässigbar

Die 80.000 EUR Schaden sind wahrscheinlich nichts im Vergleich zu den massiven Schäden, die die Mais-Monokultur so anrichtet.
Die Bewohner von Simbach am Inn, denen der Dreck das Häusl weggeschwemmt hat, dürften ein Lied davon singen.
Abgesehen von dem massiven Rückgang an Insekten und Vögeln auf dem flachen Land.

  • Antwort von Harald, Freitag, 23.September, 13:58 Uhr

    Hm, interessante Logik. Doch so ganz erschließt sich mir nicht, was eine Mais-Monokultur im Landkreis Donau-Ries mit Hochwasser in Simbach am Inn zu tun hat.

  • Antwort von kein Hirnschmalz, Freitag, 23.September, 22:02 Uhr

    Wieder die Geschichte mit dem Mais. Es waren im übrigen außer Simbach einige andere Orte betroffen.
    Weggeschwemmt hats ein "Häusl" in Julbach. und da kann man ja mal nachschauen, wo dort Mais steht. Oder ob dort nicht etwa Wald ist.
    Aber wurscht...
    Um die 80000 gehts übrigens auch hier nicht. sondern um die GEFAHR, die davon ausgeht.
    Und wollen Sie es verteidigen, dass jemand unberechtigterweise Metallstangen in Maisfelder steckt.
    fahrlässige Tötung?
    s´Hirnschmalz sollten Sie wohl noch besser anstrengen

Altbauer, Freitag, 23.September, 13:13 Uhr

3. Hackfleisch

Zu meiner Zeit haben solche Erntemaschinen eine zwischengeschaltete Rutschkupplung gehabt, geringfügig über den
notwendigen Arbeitsdruck eingestellt. Wenn man heute mit 295 PS über den Acker rauscht sind diese wohl am Ende
am Ende ihrer Leistungsfähigkeit !

websaurier, Freitag, 23.September, 11:54 Uhr

2. Landplage...


Dieser exzessive Maisanbau ist schon eine echte Landplage...
Nebenbei sind Böden und Grundwasser bereits versaut, mit Fungiziden, Herbiziden, insektiziden, und und und...
Den Bauern ist alles egal, immer drauf mit dem ganzen Dreck!!

Aber derartiges Vorgehen darf nicht sein und muss hart bestraft werden!

  • Antwort von Robert, Freitag, 23.September, 13:15 Uhr

    Ich gebe Ihren Ausführungen vollkommen recht. Nur mit einem Begriff haben Sie nicht recht "Bauern"....Es ist nicht der gemeine Bauer der Verantwortlich ist für den übertriebenen Maisanbau...für die Flutung der Felder mit Gülle....mit dem unsäglichen kilometerweiten Transporten von Substrat....Der Begriff für jene Leute ist "Energiewirt"!!!
    Ja was man nicht alles unter dem Deckmäntelchen Energiewende verkaufen dem Bürger verkaufen kann....