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Teurer und später als geplant Inselhalle Lindau nicht rechtzeitig fertig

Für die Nobelpreisträgertagung 2017 wird die sanierte Inselhalle Lindau nicht zur Verfügung stehen. Wie die Stadt heute mitteilte, ist das große Ziel geplatzt. Deshalb wird nun die Reißleine gezogen und kein Risiko einer weiteren Kostensteigerung eingegangen.

Stand: 18.10.2016

Die Inselhalle in Lindau wird später fertig und sie wird teurer | Bild: BR / Christoph Scheule

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende: Die Stadt Lindau kann das große Ziel nicht einhalten, mit der Sanierung und Erweiterung der Inselhalle Lindau rechtzeitig zur Nobelpreisträgertagung 2017 fertig zu werden. Auch das Parkhaus, das nebenan entsteht, wird nicht zum Dezmeber fertig.

Altlasten, Klagen und ein Bürgerentscheid

Die Gründe dafür sind laut Oberbürgermeister Gerhard Ecker vielschichtig und so nicht vorhersehbar gewesen: Angefangen beim Bürgerentscheid zum Parkhaus, über verschiedene Klagen gegen Bauplan und Lärmschutz, bis hin zu Altlasten im Boden, die am Ende schädlicher waren, als erste Tests ergeben hatten. Die üblichen Verzögerungen bei Handwerk und Bauarbeiten kämen noch dazu.

"Es ist ärgerlich, aber wir haben in Abstimmung mit der Stiftung Nobelpreisträgertagung nun entschieden, nicht um jeden Preis den Termin im Juni 2017 zu halten."

Oberbürgermeister Gerhard Ecker.

Zur Zeitverzögerung kommen nun aber auch noch zusätzliche Kosten, denn statt den geplanten 49,1 Millionen Euro liegen die Schätzungen aktuell bei 53,1 Millionen. Hätte man wirkich bis Juni 2017 fertig werden wollen, wäre das tatsächlich noch wesentlich teurer gekommen. Deshalb zieht die Stadt nun die Reißleine und tritt von der Frist zurück.

Tagung wieder in der Stadthalle

Nikolaus Turner von der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagung.

Die Nobelpreisträgertagung wird deshalb in einem kleineren Rahmen ausgerichtet, das Zentrum wird wie in diesem Jahr die Stadthalle sein. Die Stiftung zeigt sich diesbezüglich momentan zurückhaltend:

"Wir haben vollstes Verständnis für die Stadt. Uns ist es lieber, jetzt in Ruhe die Alternative planen zu können, als mit dem Risiko leben zu müssen, dass der Bau nicht rechtzeitig fertig wird."

Geschäftsführer Nikolaus Turner.

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