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Tödliche Modedrogen Legal Highs in Schwaben auf dem Vormarsch

So genannte "Legal Highs" kommen immer mehr in Mode, auch in Augsburg. Die Drogen kann jeder schnell und unkompliziert im Internet besorgen: Eine Augsburger Apothekerin warnt eindringlich vor "Badesalz" und "Kräutermischungen". Von Barbara Leinfelder

Von: Barbara Leinfelder

Stand: 08.12.2016

Diese Broschüre warnt vor Badesalz-Drogen | Bild: BR/Barbara Leinfelder

Der Großraum Augsburg ist einer der Schwerpunkte der Legal-Highs Szene, das hat eine Studie der Akademie für Suchtfragen ergeben. Deshalb soll hier jetzt auch über Flugblätter gewarnt werden. Eine, die beständig warnt, weil sie immer wieder mitbekommt, was so genannten Kräutermischungen oder Badesalz-Drogen anrichten, ist die Augsburger Apothekerin Christiane Fahrmbacher-Lutz.

"Es gibt junge Menschen, die meinen, auf die Art und Weise können sie sich einen lustigen Rausch bescheren, ohne, dass sie ein Risiko eingehen. Aber wir hatten Todesfälle. Mir ist ein junger Mensch im Umland von Augsburg in Erinnerung, der neben einer Shisha-Wasserpfeife aufgefunden wurde. Das war einer, der noch nie Kontakt hatte mit der Drogenszene."

Apothekerin Christiane Fahrmbacher-Lutz

Fahrmbacher-Lutz ist im Vorstand der Bayerischen Akademie für Suchtfragen und will vor allem auch junge Leute für die Gefahren der Modedroge sensibilisieren. Denn es gäbe immer mehr Jugendliche, die Badesalze einfach testen wollen. Und das kann tödlich enden, warnt die Apothekerin. Denn viele kauften ein Päckchen davon, ohne dessen Inhalt zu kennen.

Flugblätter sollen jetzt junge Drogenkonsumenten aufklären

Vor allem die jungen und risikobereiten Konsumenten sollten jetzt darüber aufgeklärt werden, dass Badesalz nicht ungefährlich sei. Jetzt werden Flugblätter neu aufgelegt, sie liegen künftig in Apotheken und in Arztpraxen aus. Sie informieren unter anderem darüber, wie die Symptome aussehen, wenn jemand in Lebensgefahr ist.

"Wir haben Menschen, die mit Psychosen eingeliefert werden in die Kliniik, und die gar nicht mehr herauskommen. Die sind schon lange rein chemisch clean, aber leider sind die völlig aus der Spur. Und wenn sie Pech haben, dann bleiben sie das auch. Das ist das große Risiko, und das sieht man der Substanz nicht an."

Apothekerin Christiane Fahrmbacher-Lutz

Jetzt gibt es ein neues Gesetz, das Polizei und Justiz ein härteres Durchgreifen ermöglicht. Heute abend (Do, 08.12.16, 19 Uhr) kommt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU) zur einer Veranstaltung nach Ebermergen bei Harburg im Landkreis Donau-Ries und wird über die Gesetzesänderung sprechen.

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Erich, Donnerstag, 08.Dezember, 15:53 Uhr

3. Ah,

daran liegt das also! Ich habe mich schon gefragt, woran es liegen kann, einen Grünen zum Ministerpräsidenten zu wählen. Na ja, labil, waren die Spätzlebrüder schon immer, der CDU Kandidat, war ja auch nix. Der Rote, war ein Schuljunge. Blieb wohl nix anders....Drogen und nen Grünen zu wählen.

  • Antwort von Wolf, Freitag, 09.Dezember, 13:20 Uhr

    Haben sie heute ihr Retalin nicht genommen? Was soll der Blödsinn? Und Augsburg ist eine bayrische Großstadt......

Hero Lucky King, Donnerstag, 08.Dezember, 14:26 Uhr

2. NPSG

Super Gesetz gegen Drogen zeigt die Hilflosigkeit der Politik. Nachdem jetzt ein paar (!!!) Cannabinoide und Amphetamine verboten sind, wird von den Händlern Deutschland gerade mit Designer-Heroin, Designer-LSD und Designer-Valium überschwemmt, alles wesentlich gefährlichere Stoffe als Cannabinoide und Amphetamine. Danke Frau Mortler, super gemacht. Eine erneute Änderung und die Aufnahme besagter Substanzen wird so schnell nicht erfolgen, würde es doch zeigen, daß die letzte Gesetzesänderung sinnlos und extrem teuer war.

sowe, Donnerstag, 08.Dezember, 13:12 Uhr

1.

Vielleicht sollte das Alkohol- und Rauchergesetzt noch mal überdacht werden, denn damit wird die Jugend doch erst in die Illegalität getrieben.
Schaut euch doch mal in den Discos um. Tabletten und sonstige Stoffe einzuwerfen, wird nicht so schnell bemerkt wie Zigarettenrauch und ist auch noch günstiger für die Jugendlichen.