19

Mitabeiter informiert Ledvance-Werk in Augsburg schließt 2018

Aus für Ledvance schon Ende nächsten Jahres: In einer äußerst denkwürdigen Veranstaltung hatte am Mittag die Geschäftsleitung die Mitarbeiter über die Werksschließung informiert. Im Anschluss äußerte sich der Betriebsrat entsetzt auf einer Pressekonferenz über die Art und Weise der Entscheidung.

Von: Barbara Leinfelder

Stand: 13.11.2017

Ledvance Augsburg, Werkstor 3 | Bild: BR/Torsten Thierbach

Der Produktionsstopp in Augsburg soll bereits Mitte 2018 erfolgen. Knapp 700 Mitarbeiter wären betroffen. Die offizielle Bestätigung des Unternehmens steht noch aus. Am Nachmittag will Ledvance-Chef Jes Munk Hansen in Augsburg die Belegschaft informieren. Heute Morgen reagierten die Ledvance-Beschäftigten mit Fassungslosigkeit und Wut auf die Pläne.

Produktionsstopp war geplant

Nach den Ankündigungen am Wochenende soll der chinesische Investor, der das Traditionsunternehmen 2016 von OSRAM übernommen hatte, den Produktionsstopp in Augsburg geplant haben. Zwar gibt es einen Tarifvertrag und Betriebsvereinbarungen, die noch bis ins Jahr 2018 gelten. Eine Job-Garantie sind sie aber nicht.

Werden sich Befürchtungen der Gewerkschaft bewahrheiten?

Laut Gewerkschaft IG Metall könnte damit jetzt eintreten, was von einigen Politikern immer wieder befürchtet wurde: Das Know-How der Lampenproduktion wird nach Asien abgezogen und die Beschäftigten vor Ort in Deutschland landen auf der Straße.


19

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Timo Baumann, Montag, 13.November, 20:59 Uhr

6. Kommentare

Ach ja? Ist schon auffällig, wie oft Kommentare nicht erscheinen.

Timo Baumann, Montag, 13.November, 18:34 Uhr

5. LedVance

Nach welchen Kriterien zensiert eigentlich der BR? Warum werden Kommentare, die sich mit dem Thema beschäftigen, einfach unterschlagen? Sind sie nicht rechts genug? Oder passen sie nicht in das Gedankenbild des Zensors bzw. steht man schon auf einer "schwarzen Liste"? Eine Stellungnahme des BR ist ja dazu wohl kaum zu erwarten.

Sehr geehrter Herr Baumann,

zum von Ihnen kommentierten Artikel wurden bisher kein einziger Kommentar abgelehnt. Die Kriterien, nach denen die Redaktion Kommentare ablehnt oder redigiert, finden Sie hier: https://www.br.de/service/kommentare-netiquette-richtlinien-110.html

Herzliche Grüße
Ihre BR24-Redaktion Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
Kommentar-Richtlinien bearbeitet.

Fasekasch, Montag, 13.November, 15:12 Uhr

4. Ledvance-Werk schließt

Das war doch zu erwarten als China das Unternehmen Gekauft hat, da war schon klar das man hier nur auf den Namen und die Lizensen ausgegangen ist.

Emma D., Montag, 13.November, 14:49 Uhr

3. Ledvance als Genossenschaft

Wenn die Erzeugnisse von Ledvance langfristig verkäuflich sind, kommt die Frage auf: Wandeln die Mitarbeiter ihr Werk in eine Genossenschaft um? Warum hat man es an Fremde verkaufen lassen und setzt sich einer (auf der Osram-Hauptversammlung vor ca. 2 Jahren vorausgesehenen) Fremdbestimmung aus? Das Unternehmen Prokon Windkraft wurde mit Erfolg in eine Genossenschaft umgewandelt. Im Baskenland gibt es seit vielen Jahrzehnten die erfolgreiche Mondragon-Genossenschaft, ein Großunternehmen. Genossenschaften habe die Krise 2007 bis 2009 am besten überstanden. Es gibt für größere Betriebe kaum etwas Sozialeres, Solideres und Bodenständigeres als eine Genossenschaft oder gleichwertige rechtliche Lösungen, wie z.B. ein Verein aller Mitarbeiter (und evtl. auch interessierter Anwohner), dem das Werk gehört.

Heinz, Montag, 13.November, 14:46 Uhr

2. Schon lange abzusehen

Dass der chinesische Investor nur dazu da war um die Werke Platz zu machen, war lange abzusehen.
Schon bei Siemens / Osram ist nichts für die Zukunft der Werke getan worden.
Keine neuen Produkte oder andere Produkte als Lampen.
Schon vor 10 Jahren war zu sehen das die LED das Ende der herkömmlichen Lampen war.